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Unterforen => Andere Notationsprogramme => Thema gestartet von: acco-boy am 15. Oktober 2016, 17:44:25



Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: acco-boy am 15. Oktober 2016, 17:44:25
Hallo,

jetzt wird es spannend: Steinberg hat sein neues Notensazprogramm "Dorico" für den 19. Oktober 2016 angekündigt. Noch mit einigen "Lücken", aber immerhin. Hoffentlich gibt es da auch eine Testversion.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Klaus am 15. Oktober 2016, 21:19:07
Ui, ein neuer "Goldstandard" also...  :lupe: Über den Preis schweigt sich die Homepage (wieder einmal) aus. Das liebe ich ganz besonders. Im Normalfall erlischt beim Vorenthalten der Preisinformation mein Interesse schlagartig. Ich verstehe die Geschäftspolitik hinter solchen Geheimhaltungsmanövern nicht; einerseits nutzt man das Internet zur Bewerbung seines Produkts, andererseits verheimlicht man eine der wesentlichsten Informationen. Wahrscheinlich hat man Angst, dadurch erste interessierte Kunden schon im Vorfeld zu verschrecken.
Nachdem ich mein Sibelius-Trauma immer noch nicht überwunden habe, bleibe ich erst einmal vorsichtig. Markige Werbetexte und Hochglanzfotos machen noch kein gutes Notationsprogramm. Man wird wohl oder übel abwarten müssen, was der Newcomer tatsächlich leistet - und ob der Mehrwert des Gebotenen tatsächlich ein Knockout-Kriterium für die Mitbewerber am Markt ist.
http://www.steinberg.net/fi/products/dorico/warum_dorico_besser_ist/dorico_crossgrade_von_sibelius.html
Aha, vom ehemaligen Sibelius-Team entwickelt. Na, wenn das kein Grund ist, noch vorsichtiger zu sein... :teufel:

Der Speicherbedarf ist schon eine Sensation für sich: 12 GB (in Worten: Gigabyte)! :schock:  ?(
Zum Vergleich: PriMus belegt gerade einmal 34 MB (in Worten: Megabyte) auf meiner Festplatte.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: acco-boy am 15. Oktober 2016, 21:42:49
Hallo Klaus,

keine Angst, ich habe nicht vor zu wechseln (eine Software, die beim Erscheinen lt. Ankündigung weder Voltaklammern noch Fingersätze noch Akkordsymbole "kann", kommt mir nicht auf den Rechner).

Zum Preis. Mehrere Quellen sagen übereinstimmend: knapp 600 Euro, Lehrer und Studenten ca. 350 Euro. Dazu noch zeitlich begrenzte Crossgrades von Sibelius (wen wunderts) und Finale von etwa 300 Euro.

Ich warte jedenfalls mal in Ruhe ab, was da für doch viel Geld erscheint.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Klaus am 15. Oktober 2016, 21:55:17
Ich habe keine Angst vor einem Wechsel, schon gar nicht, wenn er mich nicht betrifft. :lach:
Bei mir käme (Achtung Konjunktiv!) ein Wechsel höchstens dann in Frage, wenn Dorico es in allen Punkten - Preis eingeschlossen - mit PriMus aufnehmen könnte. Daran hege ich jedoch begründete Zweifel. :teufel:
Also bleibe ich erstmal skeptisch.
Weiß noch jemand, warum das Sibelius-Entwicklerteam damals die Arbeit an Sibelius auf- bzw. abgegeben hat?


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: acco-boy am 15. Oktober 2016, 22:09:58
Hallo Klaus,

Dorico knapp 600 Euro, PriMus unter 300 Euro ... schon da gibts nichts zu überlegen.

Und wenn ich richtig gelesen habe, dann hat Steinberg die "freigesetzten" Programmierer dankend aufgenommen (Sibelius-Eigner AVID hat die weitere Programmierung ja in die Ukraine "verlegt").


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: bassklampfe am 16. Oktober 2016, 08:03:42
Zitat von: "Klaus"
Der Speicherbedarf ist schon eine Sensation für sich: 12 GB (in Worten: Gigabyte)! :schock: ?(
Zum Vergleich: PriMus belegt gerade einmal 34 MB (in Worten: Megabyte) auf meiner Festplatte.
Naja, da muss man aber fairerweise sagen, dass PriMus dann (dank Microsoft) abscheulich klingt. Ich habe bei mir auch ca 2.5 GB an SoundFonts für den CoolSoft VirtualMIDISynth rumliegen. Wenn ich bei Dorico lese "komplette HALion Symphonic Orchestra Library sowie über 1300 sofort einsetzbare Sounds von HALion Sonic SE 3." dann sind 12GB eher wenig. Nur so zum Vergleich: Die Vienna Symphonic Library knackt demnächst die Terrabyte Grenze (laut Webseite 971GB!)


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Klaus am 16. Oktober 2016, 13:45:19
Wie mein Notationsprogramm klingt, ist mir völlig egal. Ich will damit Noten setzen, nichts weiter.
Der Trend zu diesen riesigen Soundbibliotheken sprengt für mich bereits die Aufgabenbeschreibung eines Notensatzprogramms. Wers braucht, kann eben zu den vielen online und gratis verfügbaren Bibliotheken in Form der alten (aber guten) Soundfonts greifen.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Anton Stabentheiner am 16. Oktober 2016, 16:56:21
@ Klaus:
Da sind die Ansichten halt geteilt.
Ein Notationsprogramm ohne gute Soundausgabe wird sich heutzutage schwer verkaufen bzw. über eine bestimmte Verkaufszahl nicht hinauskommen. Wenn man sich durch diverse Foren klickt sieht man, wie sehnsüchtig viele, auch professionelle, Notenschreiber die Vereinigung von DAW und professionellem Notensatz wünschen (z.B oft gelesen: eine gut bedienbare Notenansicht in Cubase...). Eine gute Soundausgabe hilft einem sehr wesentlich, komplexere Arrangements schon einmal vorab auf ihre 'Hörwirkung' zu testen. Das kann viel Zeit sparen.
Ohne es selbst getestet zu haben: mit 11+ GB Samples schon mit an Bord ist der Preis nicht mehr so extrem hoch, wenn der Notensatz so intuitiv und einfach ist, wie dargestellt.
Ob eine neue Software erfolgreich ist, entscheidet dann der Markt.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: sopran55 am 16. Oktober 2016, 17:14:08
Bin der Meinung wie Klaus. Für mich ist das eben ein bisschen Modesache geworden vermischen von Notensatz und Musikstudio.
Es gibt auch welche die sehr viel Notensetzen für Gesang, die brauchen kein Musikstudio sondern ein Notensatzprogramm
wo in X verschiedenen Formen viel Text unter, ober und zwischen den Systemen geschrieben wird.
Es gibt auch andere Wege um ein Notensatz zu Vertonen, da brauche ich dann das Musikstudio mit allen möglichen Sounds und Effekts.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: acco-boy am 16. Oktober 2016, 22:54:46
Hallo,

es ist, wie es halt immer ist: jeder sucht sich das aus, was er braucht oder möchte. Und weil hier die Ansprüche durchaus unterschiedlich sind, haben alle Systeme irgendwo ihre Berechtigung.

Ich persönlich halte es lieber mit den Puristen: unbedingt guter Notensatz (da habe ich meinen Favoriten gefunden), fürs Abhören reichen mir Freeware-Lösungen (Coolsoft Midi Synth einerseits und Linux-Sampler andererseits, beides zusammen mit passenden Soundfonts).

Warum also für etwas bezahlen, das ich gar nicht haben wiill, weil ich es nicht brauche?


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: borgplasma am 18. Oktober 2016, 13:38:10
Hi zusammen,

ich schließe mich da eher Anton Stabentheimer an, das z.B. ein Cubase mit Notationsdarstellung für mich beispielsweise das non-plus-ultra wäre.
Um zu hören, ob Töne prinzipiell richtig sind, reicht ja das Soundkartengeraffel aus. um sich bei einem Orchester beispielsweise ein Bild zu machen, ob es so auch wirklich klingt, dazu braucht man mehr als den Tischhupen-Sound.

Übrigens, die Antwort von Steinberg für eine Testversion war:

[font='Arial'][size=84]Es wird eine Trialversion von Dorico geben.
Allerdings wird diese zu einem späteren Zeitpunkt
veröffentlicht.
Leider kann ich Ihnen keine Angaben über
einen genauen Termin geben."[/size][/font]

Also, einfach abwarten, und dann mal testen.

Schöne Grüße
Oliver


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: sopran55 am 18. Oktober 2016, 14:03:00
Es ist ja schön das es Leute gibt, die sowas kaufen und 5% davon Nutzen.
Brauche jeden Tag zwei Notensatz Programm und nutze ca. 80% und erst noch viel Günstiger.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: acco-boy am 18. Oktober 2016, 22:16:09
Zitat von: "borgplasma"
Übrigens, die Antwort von Steinberg für eine Testversion war:

[font='Arial'][size=84]Es wird eine Trialversion von Dorico geben.
Allerdings wird diese zu einem späteren Zeitpunkt
veröffentlicht.
Leider kann ich Ihnen keine Angaben über
einen genauen Termin geben."[/size][/font]

Also, einfach abwarten, und dann mal testen.
Steinberg sieht das wohl anders: erst mal (ver)kaufen, beim Testen könnte ja manche Unzulänglichkeit zutage treten. Die in diesem Forum schon mehrfach geäußerte Reihenfolge "erst testen, dann entscheiden" ist damit ja wohl auf unbestimmte Zeit unmöglich. Und kein noch so aufwändig hergestellter Prospekt bzw. eine entsprechende WebSite kann das ersetzen.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Klaus am 18. Oktober 2016, 22:22:22
Riecht alles nach keiner sonderlich glücklichen Geschäftstaktik.
Bei gewissen Firmen beschleicht einen das Gefühl, dass die ihre Produkte gar nicht verkaufen wollen - oder aber den Kunden für blöd halten. :duck:


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Reinhard32 am 21. Oktober 2016, 00:44:21
Wer nicht bis zum Erscheinen der Testversion warten will, kann ja einen Blick in die auf YouTube verfügbaren Tutorials werfen. Die sind allerdings in englische Sprache.
Dorico (https://youtu.be/n12Orlhkbbg)


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Klaus am 21. Oktober 2016, 07:26:57
Danke für den Hinweis auf die Videos, ich habe sie mir mit viel Interesse angesehen.
Auf den ersten Blick sieht die Bedienung recht einfach aus, einzig bei der Noteneingabe hat capella (!) immer noch die intuitivste Lösung (Vorwahl "1" für Ganze, "2" für Halbe, "4" für Viertel usw.). Dorico geht hier einen eigenen Weg mit Kürzeln, die nichts mit der natürlichen Notendauer zu tun haben. Schade. Ich hoffe, dass PriMus 2 hier klüger ist und sich die Intuitivität von capella genau ansieht.
Die Bildschirmdarstellung von Dorico scheint erstklassig zu sein: Keine Treppchen, kein Flackern. So soll es sein.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Andreas am 21. Oktober 2016, 11:20:42
Hallo,
habe ebenfalls bei Steinberg nach einer Demoversion gefragt.
Über die Antwortzeit kann man nicht meckern. Nach 26 min. kam eine E-Mail zurück mit einem Link und ein Aktivierungscode zur einmonatigen Benutzung. Schnell und fair, wie ich finde.

Unter www.steinberg.net (http://www.steinberg.net) > Support > Downloads > Dorico kann man sich den "Steinberg Download Assistant für Dorico" herunterladen. 85 MB. Oder http://www.steinberg.net/index.php?id=13396&L=0

Der Assistent will beim Installieren zusätzlich den Downloadmanager aria2 installieren. Kann man aber abwählen.

Dann kann man sich Dorico 1.0.0 Full herunterladen. 8,93 GB!

Goldstandard bei der Größe der Installationsdatei ist jedenfalls schon einmal erreicht ;-) So groß sind nicht einmal Microsoft-Installationsdateien von Betriebssystemen und Server-Produkten.
Fortsetzung folgt.

Grüße
Andreas


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Henning am 21. Oktober 2016, 12:13:25
Ich habe mir grad' auch die Videos angesehen und dachte ebenfalls, dass die Noteneingabe nicht besonders intuitiv aussieht und auch, dass das bei capella doch schon intuitiv gestaltet war. Vielleicht kann man die Tastaturlayouts ja umstellen und es werden gleich „C“-, „F“- oder „S“-Layouts mitgeliefert. *hoff*
Hat jemand schon Instrumentenwechsel, Einzelstimmen und vor allem die Dirigierpartitur ausprobieren können?


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Cachsten am 21. Oktober 2016, 12:49:16
Zitat von: "Henning"
...dachte ebenfalls, dass die Noteneingabe nicht besonders intuitiv aussieht und auch, dass das bei capella doch schon intuitiv gestaltet war.

Verstehe die Einwände. Aber vielleicht kurz ein allgemeiner Grundsatz aus meiner damaligen Usability-Vorlesung: Intuitivität ist immer an die Erwartungshaltung und and den Erfahrungshorizont des Nutzers geknüpft. "intuitive is how you expect it to behave!"

Ein neu ausgedachtes Bedienkonzept, das mit altem Common Sense bricht, kann somit per se eigentlich nur bedingt intuitiv sein. Man muss sich drauf einlassen... Ob das Konzept der Tastaturbelegung in Dorico taugt, merkt man vermutlich erst NACH der mühsamen Einarbeitungsphase. Daniel sagt selbst in einem der Videos, sie haben lange über eine kluge Belegung nachgedacht und experimentiert...


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Andreas am 21. Oktober 2016, 14:51:43
Erster Eindruck:
Installation geht schnell.
Menü-Schrift scheint gleich oder ähnlich wie bei MS Windows 10 zu sein. Gefällt mir. Wirkt modern und klar.
Ein paar Noten reingeklickt. Und dann? Will sie mir anhören. Habe keinen Abspielknopf gefunden, obwohl die ersten Schritte von Assistenten begleitet werden.
Der Ausdruck sieht sauber aus. Aber mir sind die Notenköpfe zu rund, nicht breit genug.
Nee, nee.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: borgplasma am 21. Oktober 2016, 16:08:18
Hi Andreas,

mit welchen Keywords muss man bei Steinberg erfolgreich nach einer Demoversionslizenz fragen?
Braucht man auch den USB-Dongle-Lizenzkey dazu, oder reicht diese Aktivierungslizenz?

Danke und Grüße
Oliver


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Klaus am 21. Oktober 2016, 17:40:21
Zitat von: "Andreas"
Der Ausdruck sieht sauber aus. Aber mir sind die Notenköpfe zu rund, nicht breit genug.
Kann man bei Dorico keinen anderen Notenfont wählen? Ein Programm, das mit solchem Anspruch auftritt, sollte eigentlich in der Lage sein, einen beliebigen Schriftsatz zur Darstellung der Notenzeichen zu verwenden. :kratz:


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Andreas am 21. Oktober 2016, 21:04:26
Hallo,

meine E-Mail an info@steinberg.net (http://mailto:info@steinberg.net) sah folgendermaßen aus. Was davon als Keyword fungierte, weiß ich nicht.
-----------------------------------
Hallo, Steinberg-Team,
bevor ich rund 600 EUR ausgebe, muss ich das Produkt erst testen. Die Katze im Sack zu kaufen, kann ich mir nicht leisten.
Auf Ihrer Website ist leider keine Downloadmöglichkeit für Dorico genannt. Bitte teilen Sie mir mit, wo ich eine Demoversion herunterladen kann.
Mit freundlichen Grüßen
-----------------------------------

Richtig. Notenfont sollte man wechseln können. Bin aber immer noch auf der Suche nach einem Abspielknopf.

Man braucht für die ganze Geschichte schon ein bisschen Platz auf der Platte.
Dorico_1_Installer_win.zip hat 8,3 GB
ausgepackt dann 10 GB. Davon 9,6 GB an VST Sound-Dateien. Die größte ist die FCP_SMT_024_HSO_Violins_Tutti.vstsound mit 1,1 GB.

Nach der vollständigen Installation von Dorico finden sich außerdem folgende Programme auf dem Rechner:
- Generic Lower Latency ASIO Driver
- HALion Sonic SE
- HALion Sonic SE Content
- HALion Symphonic Orchestra
- HALion Symphonic Orchestra VST Sound Instrument Set
- REVerence Content
- VST Amp Rack Content

Wenn ich es richtig sehe, ist der Soft-eLicenser zwar installiert worden. Habe aber wegen eines anderen Steinberg-Produktes auch den USB-eLicenser an meinem Rechner. Dort ist die Dorico-Testlizenz mit dem korrekten Ablaufdatum aufgeführt. Wie sich die Installation ohne bestehenden eLicenser verhält, kann ich nicht sagen.
Grüße
Andreas


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: borgplasma am 21. Oktober 2016, 22:44:31
Zitat von: "Klaus"
Zitat von: "Andreas"
Der Ausdruck sieht sauber aus. Aber mir sind die Notenköpfe zu rund, nicht breit genug.
Kann man bei Dorico keinen anderen Notenfont wählen? Ein Programm, das mit solchem Anspruch auftritt, sollte eigentlich in der Lage sein, einen beliebigen Schriftsatz zur Darstellung der Notenzeichen zu verwenden. :kratz:
Hi,
es lohnt sich, mal die Blogs vom Steinberg-Team durchzulesen, wie sie genau auf diesen Font gekommen sind (und wie die ganze Software Stück für Stück mit beteiligung der Community) entstanden ist ...

http://blog.steinberg.net/

Ich fand es beeindruckend, mit wieviel Liebe zum Detail die Jungs daran gegangen sind.

Aber Notensatz ist ja auch eine Kunst, ebend Geschmacksache...

Grüßend
Oliver


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Klaus am 22. Oktober 2016, 00:33:01
Bevor ich mich sinnlos durch den Blog wühle: In welchem Teil wird auf die Entwicklung des Fonts Bezug genommen?


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Cachsten am 22. Oktober 2016, 09:31:48
Zitat von: "Klaus"
Bevor ich mich sinnlos durch den Blog wühle: In welchem Teil wird auf die Entwicklung des Fonts Bezug genommen?

http://blog.steinberg.net/2013/05/introducing-bravura-music-font/

Genaueres und Download hier: http://www.smufl.org/


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Klaus am 22. Oktober 2016, 14:20:17
Vielen Dank, das liest sich sehr spannend.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: borgplasma am 02. November 2016, 09:47:20
Die 30-Tage Trial Version von Dorico wird vorr. Ende November verfügbar sein, ebenso ein erstes Update mit einigen Bugfixes und Performanceverbesserungen, so der Blog heute:

http://blog.steinberg.net/2016/11/dorico-is-available-now-first-update-coming-november/

Übrigens, eine ziemlich abgefahrene Sache ist die Geschichte mit der "polymetric Music", etwas weiter unten im Blog (mit Beispielvideo)...

Greets
Oliver


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Andreas am 02. November 2016, 22:32:14
Demo-Version gibt es jetzt schon, Link s. o.

Grüße
Andreas


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: acco-boy am 02. November 2016, 22:44:08
Habe ich auch versucht, aber von Steinberg keinen Aktivierungscode erhalten. Nur einen Hinweis auf die bevorstehende Demo-Version. Vielleicht muss man da hartnäckiger nachfragen.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Henning am 02. November 2016, 23:03:39
Steinberg gibt allerdings keine temporären Freischaltcodes mehr heraus. Und ohne lässt sich das Programm nicht starten.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: acco-boy am 02. November 2016, 23:43:25
Das habe ich gemerkt, nachdem ich keinen bekommen habe und stattdessen einen Hinweis auf eine Testversion, die noch auf sich warten lässt.


Titel: Sounds
Beitrag von: RSchu am 04. November 2016, 19:11:13
Hatte noch eine alte XXX-Version. Damit waren mir die Sounds ein crossgrade wert. Jetzt muss ich nur noch lernen, wie man die in anderen Programmen (z.B. Capella) verwenden kann.
Rolf


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Anton Stabentheiner am 04. November 2016, 23:38:51
Also, das Stück zu "polymorphic music" ist sicher recht nett und gekonnt gemacht.
Notationstechnisch kann ich daran nichts besonderes erkennen, die Taktart in unterschiedlichen Zeilen eines Systems nach belieben zu ändern. Das können andere Programme schon lange!


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: acco-boy am 05. November 2016, 13:07:23
Also da würde micht interessieren, welche Programme das können. Ich habe nämlich den Eindruck, dass das kaum ein Programm kann (vielleicht von den beiden ganz teuren mal abgesehen). Und "Polymetrik" ist nun mal was anderes als nur Taktartwechsel.


Titel: Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: Anton Stabentheiner am 06. November 2016, 13:15:46
acco-boy hat natürlich recht. Wenn es um echte Polymetrik (und nicht nur Polyrhythmik) geht, ist das Angebot überschaubar und trotzdem oft mit viel Handarbeit verbunden.


Titel: Re:Steinbergs "Dorico"
Beitrag von: acco-boy am 29. November 2016, 17:25:58
Ich habe gerade eben ganz überraschend doch eine Trial-Lizenz erhalten und mich sofort an die Installation gemacht. Es ging wirklich vergleichsweise schnell, auch die Eingabe des Aktivierungscodes und die Lizenzierung.

Was danach kam, war jedoch wenig erfreulich: nach dem Start "wartet die VST Audio Engine auf eine Verbindung". Die kommt nicht zustande (obwohl in der Firewall freigeschalten), kurz danach stürzt alles zusammen (Meldung "VST Audio Engine funktioniert nicht mehr") und Dorico bleibt stehen (Prozess läuft lt. Task Manager aber noch).

Auch eine zweifache Neuinstallation hat nichts gebracht.

So habe ich mir das nicht vorgestellt. Ich frage mich zunächst, wofür eine Audio Engine eine Verbindung ins Internet braucht ... und ärgere mich dann über solche Probleme. Wenn es keine Lösung gibt (vielleicht weiß ja jemand eine), dann fliegt Dorico wieder von der Platte, ohne getestet worden zu sein.


Titel: Re:Steinbergs \
Beitrag von: Klaus am 29. November 2016, 20:00:08
Peinlich, peinlich.
Ich werde nie verstehen, warum manche Hersteller unfertige Beta- oder sogar Alphaversionen zum Kauf anbieten... :(


Titel: Re:Steinbergs \
Beitrag von: Allasseon am 30. November 2016, 11:56:43
@acco-boy, klingt für mich weniger nach Internet, als vielmehr nach dem erfolglosen Versuch Doricos, eine Verbindung zum Audiodevice des Rechners herzustellen.
Auf der faq-Seite bei Steinberg steht das:

"Dorico is crashing as soon as I open a project. What do I do?
On some Windows systems with Realtek audio chips, you may experience a crash when Dorico tries to initialise the audio engine. If you have another dedicated audio device connected to your computer, e.g. an external audio interface, go to Edit > Device Setup and choose your dedicated audio interface, then quit and restart Dorico to be sure that the change in device is saved properly. If you do not have an external audio interface, then install the generic ASIO4ALL ASIO driver, and choose that as the output device. Again, quit and restart Dorico after changing your audio device.
We are working on a long-term solution to this problem and will provide more information in due course."

Läuft gerade eine andere Software, die auch auf deine Soundkarte zugreift? Vielleicht möchte die Audio Engine exklusiven Zugriff haben. Der Prozess, der bei diesem Fehler hängt, heißt VSTAudioEngine. Asio4all würd ich auch mal probieren. Viel Glück.


Titel: Re:Steinbergs \
Beitrag von: acco-boy am 30. November 2016, 16:04:19
Danke für den Hinweis und deine guten Wünsche.

Das sieht schon stark nach meinem Problem aus (Realtek Chip, Initialisierung AudioEngine). Allerdings tritt der Fehler nicht beim Öffnen eines Projekts auf, sondern Dorico startet erst gar nicht. Wie soll ich da überhaupt etwas einstellen?

Ich habe zwar ASIO4All installiert, aber das kann eigentlich keine Ursache sein, da es erst mit entsprechender Software gestartet wird.

Ich werde trotzdem noch mal schauen und Dorico vielleicht noch eine Chance geben. Ich berichte dann wieder.


Titel: Re:Steinbergs \
Beitrag von: acco-boy am 04. Dezember 2016, 10:52:34
"We are working on a long-term solution to this problem and will provide more information in due course."

Das sollte Steinberg dann aber auch schleunigst tun. Auch mein erneuter Versuch, Dorico zu installieren und zu starten, hat nichts gebracht. Nach wie vor gibt es Probleme beim Starten der Audio Engine. Dorico flog also wieder von der Platte und bleibt jetzt so lange weg, bis Steinberg meldet, dass das Problem gelöst sei.

Ich werde hier den Eindruck nicht los, dass hier ein "halbfertiges" Programm auf den Markt geworfen wurde (wie immer lockt wohl das Weihnachtsgeschäft), auch daran ersichtlich, dass so elemntare Dinge wie Voltaklammern noch fehlen. Ein wahrlich schlechter Start für ein neues Programm.


Titel: Re:Steinbergs \
Beitrag von: acco-boy am 04. Dezember 2016, 21:42:54
Zum Thema "Dorico" habe ich heute auf folgender Seite https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/steinberg-dorico-test-preview.html (https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/steinberg-dorico-test-preview.html) noch einen Test Preview gefunden, der zu folgendem Fazit gelangt:

"Mir persönlich ist es allerdings ein Rätsel, wie Steinberg auf den Gedanken gekommen ist, dass Dorico in Version 1.0 auch nur ansatzweise konkurrenzfähig sein könnte. Einige Monate zusätzlicher Entwicklungszeit hätten dem durchaus wichtigen ersten Eindruck sicher gut getan, denn es fehlt an absolut grundlegenden Features, und an vielen Stellen wird klar, dass Dorico schlicht und einfach noch nicht fertig ist. Würde es sich hier um eine Vorab-Version einer Software handeln, die über eine Kickstarter-Kampagne finanziert wird, dann wären solche Mängel verzeihlich, für ein als mehr oder weniger vollständig zu begreifendes Programm, das auch preislich ganz oben mitspielt, gehört sich das meiner Meinung nach aber einfach nicht."

Dazu habe ich nach meinen Erfahrungen mit der Testversion (startete überhaupt nicht) nichts mehr hinzuzufügen.


Titel: Re:Steinbergs \
Beitrag von: StefanF am 21. Dezember 2016, 12:41:31
[...] Nach wie vor gibt es Probleme beim Starten der Audio Engine. Dorico flog also wieder von der Platte und bleibt jetzt so lange weg, bis Steinberg meldet, dass das Problem gelöst sei.

Das Problem ist mit dem neuen 1.0.20 Update geloest.


Titel: Re:Steinbergs Dorico
Beitrag von: Reinhard32 am 19. Juli 2018, 13:17:55
Von Doroco gibt es jetzt wieder eine 30 Tage lauffähige Version von Dorico Pro 2 und Dorico Elements 2.

Wer es testen will: https://www.dorico.com/what-is/

Ich bin gerade dabei und es ist schon ein Fortschritt gegenüber der Vorversion zu erkennen.


Titel: Re:Steinbergs Dorico
Beitrag von: Klaus am 19. Juli 2018, 16:28:01
Ich muss gestehen: Kein Programm hat mich je weniger interessiert. :ratlos:
In Zeiten von vollwertiger Freeware sind die hochpreisigen Platzhirsche wohl eher Prestigesymbole...


Titel: Re:Steinbergs
Beitrag von: Henning am 19. Juli 2018, 18:52:18
Oder halt Profiwerkzeuge... Wenn ich nicht fast 20 Jahre mit Sibelius gearbeitet hätte, würde ich über den Umstieg nachdenken.


Titel: Re:Steinbergs \
Beitrag von: acco-boy am 04. August 2018, 22:20:05
Das sehe ich genauso. Langjährige Praxis prägt doch eine bestimmte Arbeitsweise, die man ungerne aufgibt. Das ist auch ein Grund, warum ich (fast 30 Jahre SPP und Primus) mir Dorico nicht antun werde (und MuseScore wahrscheinlich auch nicht, obwohl es - zugegeben - interessante Ansätze und ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis hat.


Titel: Re:Steinbergs \
Beitrag von: l.willms am 07. August 2018, 10:15:34
"Intuitiv ist das, was man gewohnt ist"


Titel: Re:Steinbergs \
Beitrag von: acco-boy am 07. August 2018, 22:33:33
Nicht unbedingt.

"Intuitiv" bedeutet "auf einer Vermutung beruhend". Übertragen heißt das für mich: "intuitiv" ist eine Programmfunktion dann, wenn sie das tut, was ich vermute.

Etwas, das man gewohnt ist, muss deshalb noch lange nicht intuitiv sein. Man kann sich ja an vieles gewöhnen.