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Unterforen => Scannen, Komponieren, Arrangieren => Thema gestartet von: artnat am 21. November 2017, 13:18:03



Titel: Umformatierung von Partituren
Beitrag von: artnat am 21. November 2017, 13:18:03
Hallo, ich bin neu und habe ein ausgefallenes Anliegen.
Ich habe zwar in meinem Leben sehr viel Musik gemacht, aber ich bin auf mein Alter taub geworden und selbst mit äußersten HighTech-Geräten (Cochlea-Implantat) kann ich keine Musik mehr hören. Wenn ich mich ans Klavier setze, kann ich nicht feststellen, dass das, was ich höre, das ist, was ich spiele. Musik ist leider nur noch rhythmisches Geräusch. Die einzige Möglichkeit, mir noch ein Musikerlebnis zu verschaffen, ist das Lesen von Partituren und Hören im inneren Ohr. Da ich aber kein Genie bin, geht das auch nur begrenzt, und außerdem machen mir spezielle Schlüssel Schwierigkeiten, weil ich als Klavierspieler mit den gelesenen Noten nicht gleich einen Klang verbinden kann.

Das hat mich auf die Idee gebracht, man könnte die Noten, z.B. Streichquartett-Partituren, einscannen und ausschließlich mit Violin- und Bassschlüssel wieder ausdrucken. Ich wüsste gerne, welche Programme dafür geeignet sind.

Ich habe bereits einen Test mit Cappella-Scan gemacht, aber das Programm erkennt den Tenorschlüssel in der Cellostimme nicht und versagt auch bei Schlüsselwechsel in der Zeile. Wenn ich Programm(e) finde, die diese Aufgabe einwandfrei erledigen, gebe ich dafür auch gerne etwas Geld aus.


Titel: Re:Umformatierung von Partituren
Beitrag von: Christof Schardt am 21. November 2017, 14:33:30
Du kannst Dir bei Columbus Soft das Scanprogramm SharpEye herunterladen und 30 Tage ohne Einschränkung nutzen.  Zum Weiterbearbeiten brauchst Du ein Notenprogramm, PriMus Standard wäre für die Aufgabe sicher ausreichend.

Bei Fragen zum Scannen oder zu den Vorlagen kannst Du Dich per Email oder Telefon an unsere Hotline wenden. Wir können schnell herausfinden, ob die Vorlage zu schlecht ist oder ob mit anderen Einstellungen das Ergebnis verbessert werden kann und geben Dir entsprechende Tipps.

http://www.columbussoft.de/SharpEye.php (http://www.columbussoft.de/SharpEye.php)


Titel: Re:Umformatierung von Partituren
Beitrag von: bassklampfe am 21. November 2017, 14:44:02
Ich habe bereits einen Test mit Cappella-Scan gemacht, aber das Programm erkennt den Tenorschlüssel in der Cellostimme nicht und versagt auch bei Schlüsselwechsel in der Zeile.
Ich habe beides schon erfolgreich mit Capella-Scan eingelesen, das liegt dann eher an der Vorlage. Wenn möglich, poste hier doch mal einen Ausschnitt aus dem problematischen Scan und/oder einen Screenshot von der fehlgeschlagenen Erkennung.


Titel: Re:Umformatierung von Partituren
Beitrag von: artnat am 21. November 2017, 21:36:53
Hier der Scan und die Erkennung:
https://picload.org/view/drllilpr/partitur-screen.jpg.html


Titel: Re:Umformatierung von Partituren
Beitrag von: bassklampfe am 22. November 2017, 06:54:54
Hier der Scan und die Erkennung:
Hmm. Ich würde sagen, die Qualität des Vorlage/des Scan's ist hierzu nicht ausreichend. Dafür spricht auch die als 16tel erkannte 32tel in Takt 53 sowie etliche nicht/falsch erkannte Vorzeichen. Das lässt sich aber in CapScan mit wenigen Mausklicks alles korrigieren. (Ist immer die bessere Taktik, als zu versuchen, das später im Notensatzprogramm geradezubiegen).

Ich arbeite schon seit Ewigkeiten mit CapScan und die Erfahrung zeigt: Gute Vorlage => wenig bis gar keine Nacharbeit. Nicht so gute Vorlage => etwas mehr Nacharbeit. Nur bei wirklich schlechten Vorlagen wirft CapScan das Handtuch, aber dann haben andere Programme auch keine Chance. Ich habe schon mit dem SmartPhone fotografierte Noten per CapScan erkannt und war bass erstaunt, wie gut selbst das ging.

Zu SharpEye kann ich nur sagen, nach meinem Kenntnisstand ist da seit 2006 (!) nichts mehr passiert (Siehe Changes to SharpEye Music Reader 2 (http://www.visiv.co.uk/vershv2.htm)) und da wird wohl auch nichts mehr passieren. Ich bin mit diesem Programm nie warm geworden. Aber das soll jeder selber ausprobieren...