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Unterforen => Andere Notationsprogramme => Thema gestartet von: pvh am 28. Mai 2010, 12:09:09



Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: pvh am 28. Mai 2010, 12:09:09
Hallo,
ich suche nach einem Notensatzprogramm, habe in den letzten Tagen diverse getestet, bin dabei auf dieses Forum gestoßen worden und habe jetzt folgende Fragen:

Finale (PrintMusic):
- Finde ich vom midi-Import und vom Notensatz bzw. der Bedienung her gar nicht so überzeugend.
+ Die Möglichkeit, Scans einzulese, ist allerdings prima.
? Frage zu Finale: Was mich irritiert: Ich habe keine Möglichkeit gefunden Notensysteme zusammenzufassen, beispielsweise aus einem auf 4 Systemen notierten vierstimmigen Chorsatz einen Orgelsatz mit 2 Systemen zu machen. Mache ich etwas falsch? Kann man entsprechend polyphone Systeme mit 2 oder mehr Stimmen auf verschiedene Systeme aufteilen?

Forte und Forte ScanLight:
- Notensatz fand ich für meine Zwecke nicht so überzeugend.
- midi-Import mit Macken.
+ Noteneingabe über die Tastatur möglich.
? Frage: Schnittstelle zu Scanner konnte ich nicht beurteilen, weil in den Testversionen keine Übergabe von ScanLight zu Forte-Notensatz möglich ist. Weiß jemand mehr?

PriMus (Classic):
+ Überzeugender Notensatz für meine Zwecke.
+ Sehr Überzeugender midi-Import.
- Keine Noteneingabe über die Tastatur.
- Keine Schnittstelle zu Scanner.

Score Perfect:
+ Überzeugender Notensatz für meine Zwecke.
+ Überzeugender midi-Import.
+ Noteneingabe über die Tastatur möglich.
- Keine Schnittstelle zu Scanner.

?Frage zu PriMus und ScorePerfect: Hier im Forum wird ja anscheinend PriMus favorisiert. Im Vergleich schien mir Score Perfect 5.2 ziemlich gleich leistungsfähig, allerdings kann man nur mit Score Perfect Stimmen über die Tastatur eingeben, was beim Abschreiben oft einfach schneller geht (bisher habe ich Lilypond verwendet). Übersehe ich Vorteile von PriMus oder welche Gründe hat die Bevorzugung und anscheinend größere Verbreitung dieser Software?

Meine Überlegung bisher: PriMus oder Score Perfect + Forte ScanLight, wenn dieses etwas taugt, was ich aber nicht einschätzen kann.
Ich fotographiere manchmal Orgel-Notensätze und spiele von den Ausdrucken. Finale konnte Probeseiten auf Anhieb gut lesen, was natürlich auch prima wäre. Andererseits: Bei schlechter Qualität der Vorlage liefert  das Programm auch ein schlechtes Ergebnis, bei guter Vorlage kann ich aber auchdirekt vom Ausdruck spielen...

Danke und beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Anonymous am 28. Mai 2010, 19:14:09
Hallo Christoph,
hast Du auch capella 7 ausprobiert?


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: pvh am 29. Mai 2010, 11:24:50
Hallo,

Zitat von: "W.D. Ebeling"
hast Du auch capella 7 ausprobiert?


ja, allerdings fand ich die Bedienung weniger intuitiv als bei PriMus oder Score Perfect, der midi-Import war nicht optimal und schien generell mehr Nachbearbeiung zu erfordern und vor allem das Zusammenziehen der Stimmen von 2 Notensystemen habe ich nicht geschaft. Das ist für mich wichtig, um einzeln gesetzte Stimmen eines Chorsatzes schnell in einen Klavier/Orgelsatz zu verwandeln und umgekehrt.

Was die Eingabe von Stimmen per Tastatur angeht: Zuerst war ich da von Capella ganz angetan, allerdings gefällt mit das Konzept von Score Perfect (Tasten q bis i stellen die Ganztöne, 2, 3, 5 bis 7 die Halbtöne dar) fast noch besser.

Groß sind die Unterschiede ja nicht. Wenn ich blind hineingriffe, hätte ich auf alle Fälle eine brauchbare Lösung.

Wichtiges Argument ist natürlich auch die Programmpflege durch den Autor. Capella, PriMus (Classic) und Score Perfect sind da natürlich als kleinere Projekte eher im Nachteil, weil weniger zukunftssicher für den Kunden. Die Preise sind ja ziemlich ähnlich, nur bei PriMus müsste ich die abgespeckte Version nehmen (mehr als 200 Euro sollen es nicht sein).

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.


Titel: Re: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Christof Schardt am 11. Juni 2010, 17:14:09
Zitat von: "chp"
Hallo,
ich suche nach einem Notensatzprogramm, habe in den letzten Tagen diverse getestet,


Notensatzprogramme sind letztlich sehr komplex, und mit einem kurzen Antesten wird man nur eine erste Geschmacksauswahl treffen können. Ein echtes Urteil aber braucht eine eingehende Beschäftigung. Oder man vertraut eben dem Urteil erfahren Nutzer, die mit mehreren Programmen längere Zeit gearbeitet haben.

Wer PriMus eingehend testen will, bekommt problemlos eine voll nutzbare Version zum Ausprobieren. Denn ohne Speichermöglichkeit bleibt jeder Test letztlich nur Herumspielerei. Kurze Email reicht.

Was die Tastatureingabe angeht: Nahezu alle PriMus-Anwender kommen von anderen Programmen, haben also gewechselt, weil sie große Vorteile
gegenüber ihren bisherigen Programmen erkennen.
Die bislang fehlende Tastatureingabe wird also durch ein cleveres Mauskonzept ersetzt, das unterm Strich die Arbeit schnell und angenehm direkt macht.
Trotzdem wünschen sich die meisten Wechsler eine Tastatureingabe, um sozusagen das Beste aus beiden Welten zusammen zu haben.

Da die Entwicklung von PriMus maßgeblich von den Wünschen der Anwender bestimmt wird, wird es daher sicherlich in Zumunft auch eine (oder mehrere) Möglichkeit der Tastatureingabe geben.


Titel: Re: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: pvh am 13. Juni 2010, 16:01:03
Hallo,

Zitat von: "Christof Schardt"
[...]Was die Tastatureingabe angeht: Nahezu alle PriMus-Anwender kommen von anderen Programmen, haben also gewechselt, weil sie große Vorteile gegenüber ihren bisherigen Programmen erkennen. Die bislang fehlende Tastatureingabe wird also durch ein cleveres Mauskonzept ersetzt, das unterm Strich die Arbeit schnell und angenehm direkt macht.
Trotzdem wünschen sich die meisten Wechsler eine Tastatureingabe, um sozusagen das Beste aus beiden Welten zusammen zu haben.

Da die Entwicklung von PriMus maßgeblich von den Wünschen der Anwender bestimmt wird, wird es daher sicherlich in Zumunft auch eine (oder mehrere) Möglichkeit der Tastatureingabe geben.


die Tastaturangabe ermöglicht eben, die Augen auf der Vorlage geheftet zu halten und die Noten blind einzutippen. Da hilft auch das beste Maus-Konzept nichts.

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Klaus am 13. Juni 2010, 17:54:24
Da möchte ich chp ungeteilt Recht geben.
Obwohl ich PriMus wirklich schätze und gerne verwende: Die komfortable Tastatur-Eingabe, wie es sie in capella gibt, fehlt mir nach wie vor sehr.

Daher höre ich mit Interesse, wenn Herr Schardt davon spricht, dass dieses Feature in der einen oder anderen Form noch kommen wird!  :dafuer:


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: bassklampfe am 13. Juni 2010, 20:29:13
Zitat von: "Klaus"
Die komfortable Tastatur-Eingabe, wie es sie in capella gibt, fehlt mir nach wie vor sehr.

Daher höre ich mit Interesse, wenn Herr Schardt davon spricht, dass dieses Feature in der einen oder anderen Form noch kommen wird!  

:meld: Me too !


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Cachsten am 22. Juni 2010, 16:55:33
Klar muss bei PriMus eine Möglichkeit der Tastatur-Eingabe längerfristig kommen!! Aber solange dies nicht der Fall ist, empfehle ich folgendes:  

In PriMus können Noten Step by Step per MIDI-Keyboard (Noten) + Tastatur (Notenwert) eingegeben werden. Das geht ebenfalls blind für Menschen, die ein bischen Klavier gelernt haben. ;)

PriMus Classic kann für seinen Preis enorm viel. Du sparst im Vergleich zu anderen Produkten 100 Euro oder mehr und hast das intuitivere Programm...

Ich rate dir also:

Hol dir PriMus Classic und kauf noch ein Masterkeyboard (2-4 Oktaven) dazu. So ein Keyboard kriegt man für 45 Euro... [http://www.thomann.de/de/evolution_playplanet.htm] auch schon günstiger, wenn man sucht.

Nimmt kaum Platz weg auf dem Schreibtisch und funtioniert via USB per Plug& Play. Also null Ärger. ;)  

Grüße,
Carsten


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: pvh am 04. Juli 2010, 11:39:32
Hallo,

vielen Dank für die Hinweise. Ich habe seit meiner Frage das Forum mitgelesen, um mir einen Eindruck zu verschaffen, Testversionen installiert, verschiedenes ausprobiert.

Letztlich habe ich mich nun für Score Perfect entschieden. Das Program leistete zunächst alles was ich unittelbar brauche und erscheint benutzer/bedienerfreundlich. Dabei habe ich die Diskussionen hier im Forum verfolgt, besonders auch den Faden zum Vergleich von PriMus und Capella und dann Score Perfect daraufhin kritisch angesehen. Einzig eine Funktion zum Lesen von pdf-Dateien oder Grafik-Dateien hat Score Perfect nicht, das macht in meinem Fall aber doch nichts, weil ich inzwischen weiß, das eine gute Bekannte eine Finale-Version hat, mit der das möglich ist und die mir ggf. die gelegentliche Verarbeitung eines Scans oder einer pdf-Datei erledigen würde.
 
Was mir bei Score Perfect kritisch erschien, ist die Frage der Programmpflege und Verbreitung und damit der Unterstützung im Problemfall. Allerdings hat der Support, übrigens genau wie der von anderen Produkten auch, schnell und kompetent reagiert. Vorteil von Capella ist sicher auch die große Verbreitung, aber eigentlich habe ich noch nie eine Notensatz-Datei jemanden anderen zukommen lassen. Und davon abgesehen, geht der Austausch via xml-Format wohl auf alle Fälle ohne größere Probleme.

Sehr freundlich fand ich übrigens auch die Angebote von PriMus (Vollversion zum Testen wäre möglich gewesen) und Finale (machten von sich aus wohl aufgrund meiner Email-Adresse auf die Möglichkeit einer Schullizenz aufmerksam).

Meine Entscheidung befördert hat dann das derzeitige Sonderangebot von Score Perfect 5.2 (Professional-Vollversion für 98 Euro), das bis 11.7.10 läuft. Viel falschmachen (schreibt sich das heutzutage jetzt groß, auseinander?) kann ich damit wohl nicht.

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.


Titel: Octava
Beitrag von: yep11 am 13. Juli 2010, 12:46:28
Ich möchte auf ein weiteres Programm hinweisen:

Octava
+ flexibler Notensatz  
+ midi-Import.
+ Noteneingabe über die Tastatur möglich.

Ich habe bisher Octava Light verwendet, kostet ca. 40EUR, bis zu 4 Stimmzeilen pro Partitur,und bin vor ein paar Wochen umgestiegen auf Octava SD 10, bis zu 10Zeilen. Upgrade habe ich für ca. 75 EUR bekommen. Damit ist dies für mich vom Preis-Leistungs-Verhältnis eines der besten Programme.


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Klaus am 13. Juli 2010, 17:03:59
Leider wirkt schon die Homepage von Octava - http://www.obtiv.de wie ein Relikt aus alten Tagen. Ein zeitgemäßes Design würde in mir mehr Zutrauen zu dieser Software wecken. :S


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Anonymous am 13. Juli 2010, 18:16:44
Hallo Klaus,

ich habe mich eben mal ein wenig auf der Website umgeschaut und gelesen. Ok, die Website bekommt ganz sicherlich nicht den ersten Preis für die Gestaltung, da stimme ich dir vorbehaltlos zu. Was ich da aber über das Programm lese, klingt gar nicht mal so schlecht. Das eine oder andere würde ich mir durchaus auch in Capella wünschen.


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Klaus am 13. Juli 2010, 21:47:34
Und ich habe gerade gesehen, dass es auch http://obtiv.com/index.html gibt; und diese Website wirkt durchaus "heutig".


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Anonymous am 17. Juli 2010, 10:38:01
Hab mir mal die Demo runtergeladen, das erinnert ganz stark an Capella 2.2
Gruß
Wolf Dieter


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Klaus am 17. Juli 2010, 11:10:10
Ich habe Octava SD4 auch gerade ausprobiert. Das Programm ist mir nicht sonderlich sympathisch. Optisch wirkt es - genau wie die zuerst angesprochene Homepage - wie ein Fossil.
Die Bildschirmansicht variiert von Zoomstufe zu Zoomstufe. Mal wirken die Musiksymbole breiter, mal enger. Ingesamt wirkt das Schriftbild (am Bildschirm) unsauber und schludrig.
Mit dem Handling des Programms habe ich mich noch nicht befasst.


Titel: Finale oder PriMus?
Beitrag von: groepaz am 17. August 2010, 19:06:09
Hallo zusammen, ich nin hier neu und hoffe, ihr könnt mir helfen.
Ich beabsichtige, mir ein Notationsprogramm zuzulegen.

Ich habe mich bereits intensiv mit dem tollen Forum hier sowie mit diversen Demos der in Frage kommenden Programme beschäftigt, komme aber so recht nicht auf ein Ergebnis.

Meine Anforderungen an das Programm:
Ich schreibe gelegentlich Arrangements für grosse Blasorchester, brauche also etwas, das mir > 30 Systeme ermöglicht und diese auch bezeichnen kann.
Eigentlich ist die Auswahl bereits auf Finale gefallen, da ich da mit einer älteren Version schon länger gearbeitet habe und mich einigermaßen auskenne.

Nun kommt PriMus in´s Spiel!

Folgende Fragen: Kann man da so eine umfangreiche Partitur anlegen, die automatisch dann sie Stimmen anlegt und mich diese auch bearbeiten lässt (Systemgrössen, Layout (--> Takte pro System, Anzahl Systeme pro Seite...), Format usw.)???

NICHT relevant sind für mich irgendwelche MIDI-Geschichten, Tabulatoren, Liedtexte usw.

Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen, ich sitze momentan so richtig  zwischen den Stühlen!


Titel: Re: Finale oder PriMus?
Beitrag von: Cachsten am 17. August 2010, 20:50:24
Zitat von: "groepaz"
Meine Anforderungen an das Programm:
Ich brauche etwas, das mir > 30 Systeme ermöglicht und diese auch bezeichnen kann. Eigentlich ist die Auswahl bereits auf Finale gefallen, da ich da mit einer älteren Version schon länger gearbeitet habe und mich einigermaßen auskenne.
Hast du PriMus denn schon mal als Testversion probiert? Geht alles recht easy... Lad sie dir doch einfach mal runter. --> http://www.columbussoft.de/downloads.php

Es sollte viele Programme geben, die deine geschilderten Anforderungen erfüllen können... auch PriMus (oder Finale) gehören dazu. Was du schilderst, gehört zu den absoluten Standardfunktionen eines jeden professionellen Notensatzprogramms.

Die Frage ist immer, wie gut oder intuitiv einzelne Dinge mit dem jeweiligen Programm zu lösen sind. Wenn man an Finale gewöhnt ist, liefert es sicherlich erstklassige Ergebnisse.
Die Erfahrung sagt aber: Gelegenheitsnutzer profitieren von der intuitiven Bediehung von PriMus und kommen mit diesem weitaus besser zum Ziel...

Zitat von: "groepaz"
Folgende Fragen: Kann man da so eine umfangreiche Partitur anlegen, die automatisch dann sie Stimmen anlegt und mich diese auch bearbeiten lässt (Systemgrössen, Layout (--> Takte pro System, Anzahl Systeme pro Seite...), Format usw.)???
Ja. :)
...und um das mit Leben zu füllen , hier gleich ein paar Tipps:
- "Datei --> Neu --> Partiturassistent --> Blechbläser ... (Blatt individuel zusammenstellen, so werden dann auch gleich die entsprechenden Transpositionen übernommen)"
- Bei Partituren mit mehr als 12 System am besten in der Rollenansicht arbeiten (F1 drücken)
- Systemgrößen gehen leicht zu verändern mit den Schortcuts [Str]+[Umschalt]+
  • bzw. [Str]+[Umschalt]+[-]
- für alles weitere (Systemnamen etc.) siehe  "System --> Einstellungen"
- Layouttechnisches entweder einfach [Umschalt)-Taste drücken und umherziehen, oder aber folgende Funktionen angucken:
* "Dokument --> Seitenlayout erstellen"
* "Stück --> Zeilenformatierung"
* "Stück --> Systemabstände"
* "Stück --> Positionierung"

Außerdem empfehle ich mal mit dem Formatierungsfenster rumzuspielen.
siehe hier:
(http://lh6.ggpht.com/_Mt0ElVwFkX0/TGrYcEqrmUI/AAAAAAAABh4/mPOJmdXbBFM/Formatierungsfenster.jpg)
(http://picasaweb.google.fr/lh/photo/BPX ... directlink)

So long, viel Erfolg beim Ausprobieren! :)
Carsten


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Klaus am 17. August 2010, 22:00:36
An manchen Dingen merke ich, dass ich PriMus auch noch nicht so gut kenne.
Wie komme ich den zu dem oben gezeigten Formatierungsfenster?  :hm:


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: bassklampfe am 18. August 2010, 06:58:25
Zitat von: "Klaus"
Wie komme ich den zu dem oben gezeigten Formatierungsfenster?

Normalerweise versteckt es sich als Element in dem Toolbox-Bar ganz unten. Ein- bzw ausblenden kannst Du es mit "Ansicht/Formatierung" oder [Num-3]. In den Bar ein- oder ausdocken (dann hast Du ein echtes Fenster) per Doppelklick.

Grüße Jørgen


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Klaus am 18. August 2010, 21:54:18
ah, fiel mir nie auf. danke! :)
aber ich stelle fest: sehr feinmaschig ist die auflösung der taktbreiten und abstandseinstellungen nicht... von 8 auf 16 usw.


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: bassklampfe am 18. August 2010, 22:15:17
Zitat von: "Klaus"
aber ich stelle fest: sehr feinmaschig ist die auflösung der taktbreiten und abstandseinstellungen nicht... von 8 auf 16 usw.
Das hängt immer sehr vom Stück ab. Um die +/- Buttons für die Taktbreite sinnvoll zu nutzen, sollte man die Ansicht so verkleinert darstellen, dass man alle Seiten, aber insbesondere auch die letzte Seite der Partitur sieht. Dann erkennt man nämlich, das PriMus die Änderung so staffelt, das immer genau ein System dazukommt oder entfernt wird.
Bei einem Stück mit wenigen Systemen kommen dabei natürlich gröbere Schritte zustande als bei einer Partitur über 40 Seiten.
 Grüße Jørgen

PS: Nichtsdestotrotz würde ich mir an dieser (wie auch an vielen anderen Stellen bei PriMus) die zusätzliche Möglichkeit einer exakten numerischen Eingabe wünschen.


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Klaus am 18. August 2010, 22:43:48
Zitat von: "bassklampfe"
Nichtsdestotrotz würde ich mir an dieser (wie auch an vielen anderen Stellen bei PriMus) die zusätzliche Möglichkeit einer exakten numerischen Eingabe wünschen.


ICH AUCH! Und zwar dringend und bald...
Herr Schardt?


Titel: --> Erledigt!
Beitrag von: groepaz am 19. August 2010, 18:47:30
Für mich ist die Sache erst mal durch, ich habe mir das Finale geholt.
Da kenne ich mich eben (für meine Verhältnisse zumindest) weitestgehend aus und muß nicht ganz bei 0 anfangen!
Ausserdem habe ich dank siner beruflichen Weiterbildung gerade einen Schülerausweis, damit ist das ganze für mich bzw. den Verein noch einigermaßen erschwinglich! ;)

Danke euch für euere Hilfe!


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Christof Schardt am 25. August 2010, 09:33:43
Zitat von: "Klaus"
Zitat von: "bassklampfe"
Nichtsdestotrotz würde ich mir an dieser (wie auch an vielen anderen Stellen bei PriMus) die zusätzliche Möglichkeit einer exakten numerischen Eingabe wünschen.

ICH AUCH! Und zwar dringend und bald...
Herr Schardt?


In der nächsten Version wird man die Taktstriche frei mit der Maus verschieben können und damit jeden Takt auf den hundertstel Millimeter genau ausrichten. Wahlweise kann man auch äquidistante Taktstriche vorgeben (z.B. für 4er-Schemen im Jazz/Pop).


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Anonymous am 25. August 2010, 14:15:44
Primus wird für mich erst interessant wenn ich zum Abspielen auch VST Geräte einbinden und Noten mit der Tatatur eingeben kann. Das Abspielen muß aber auch Dynamik, Tempoänderungen etc, analog capella, können.


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: Klaus am 25. August 2010, 21:22:38
Zitat von: "Christof Schardt"
In der nächsten Version wird man die Taktstriche frei mit der Maus verschieben können und damit jeden Takt auf den hundertstel Millimeter genau ausrichten. Wahlweise kann man auch äquidistante Taktstriche vorgeben (z.B. für 4er-Schemen im Jazz/Pop).

Das ist zwar eine feine Neuerung, aber hat mit einer dialoggesteuerten Positionierung nichts zu tun. Für mich bleibt es ein großes Manko von PriMus, dass man zB Strofenabstände nicht durch eine ZAHL definieren kann. So gerät das Layout schnell zum nervenaufreibenden Hin- und Herschieben mit ungewissem Erfolg.


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: bassklampfe am 25. August 2010, 22:07:50
Zitat von: "Klaus"
Das ist zwar eine feine Neuerung, aber hat mit einer dialoggesteuerten Positionierung nichts zu tun. Für mich bleibt es ein großes Manko von PriMus, dass man zB Strofenabstände nicht durch eine ZAHL definieren kann. So gerät das Layout schnell zum nervenaufreibenden Hin- und Herschieben mit ungewissem Erfolg.

Ich würde mir das so wünschen wie in CAD Programmen üblich. Dort kann man jede Verschiebung/Positionierung mit einer Zahleneingabe beenden.

Bei den meisten Verschiebereien zeigt Primus ja schon den Abstand in mm an. Ich würde mir jetzt vorstellen, dass man dann einfach anfängt eine Zahl einzugeben und das Anzeigetooltip wird dann zur Eingabebox.
Wert eingegeben, Enter, Fertig!

Grüße Jørgen


Titel: Vergleich von Notensatzprogrammen
Beitrag von: pvh am 09. September 2010, 22:07:15
Hallo,

nach diversem Kleinkram sitze ich jetzt an einem ersten etwas größeren Projekt mit ScorePerfect: Transkription des Valse Triste von Sibelius für Orgel. Ich habe dazu zunächst eine Klavier-Transkription als Grundlage (sowie diverse DeineRöhre-Videos), verwende aber auch eine Partiturausgabe, um zu sehen, wie man am besten für die Orgel die Stimmen auswählt oder die Aufteilung auf Manuale und Pedal macht, um nahe am Original zu bleiben.

Und was soll ich sagen? Nachdem ich das Tutorial im Handbuch durchgelesen habe (gute Stunde), bin ich mit der Aufgabe gut zurecht gekommen, gelegentlich nur schlage ich Funktionen im Handbuch nach. Die Möglichkeit, Stimmen in einem System zusammenzuführen und zu trennen, die Systeme beliebig umzustellen, neu zusammenzuführen etc., ist für mich wirklich unschätzbar wichtig. So hatte ich zunächst die Melodiestimme (Cello und 1. Violine) ins obere System gelegt, dann aber festgestellt, dass das Cello eigentlich die zentrale Rolle hat. Also oberes System kopiert (dupliziert), eines davon zwischen Begleitung und Pedal geschoben und weiterbearbeitet. Das andere mit der Begleitung in ein System zusammengeführt. Dauerte nicht länger als die Beschreibung hier. Das finde ich klasse. Und wenn ich eine andere Idee für das Arrangement haben sollte, kann ich das wieder zerlegen, umstellen und neu zusammenstellen.

Sicher muste ich auch mal scharf nachdenken und tricksen (doppelte Legatobögen), es ging aber bisher alles so, wie ich es haben wollte.

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.