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1  Unterforen / Plauderecke / Re:Schreiben und Setzen am: 08. November 2017, 02:27:00
Dazu zwei Überlegungen, wobei ich mich nur auf Capella beziehe:

zum einen ist die Eigenwerbung von Capella die der Notenschreibmaschine und ich glaube das trifft es auch ganz gut. Ein Hauptmerkmal von Capella (ich nehme da mal die Version 7.1 aber es dürfte sich nicht verändert haben) ist die Aufteilung der Note in einem Notenlayoutblatt ohne automatische Zuordnung der Taktlänge. Dies geschieht in der ersten Linie durch den Randausgleich. Damit sind aber bereits (will man nicht die jedenfalls im Nachhinein umständliche Funktion Tempo festlegen (STRG+F8) bemühen) Layoutprobleme vorprogrammiert, jedenfalls was die gleichmäßige Verteilung nach Notenwerten anbelangt. Auch erkennt das Programm bekanntermaßen nicht automatisch Kollisionen zwischen Triolenklammern, Bindebögen und Liedtext, da muss man dann händisch nach Kompromissen suchen.

Andererseits, dieser letzte Nachteil kann auch wieder ein kleiner Vorteil sein, wenn ich nämlich den Bindebogen selbst festlegen möchte, geht das relativ intuitiv wie bei einem Zeichenprogramm. Das entspricht natürlich nicht dem Erfordernis nach Standardisierung bzw. Gleichbehandlung für den Notensatz, aber eine Festlegung kann ich dort treffen.

Für mich, der ich (vorwiegend) Chormusik selbst komponiere und dabei auch gern mal direkt in Capella arbeite, ist der vermeintlich geringe Funktionsumfang oder die vorgenannten Abstriche gegenüber den "echten" Programmen eher gut,  weil leichter zu bedienen, weswegen mir auch die neue unaufgeräumte Version nicht so gut gefällt, aber das ist etwas anderes. Dass ich das Ergebnis dann ggf. nochmals in einem anderen Programm "schöner" oder "richtiger" notieren kann, vernachlässige ich dann fürs erste bis ich das Stück wirklich editieren möchte. 

Das ist alles in allem also kein Widerspruch, ich wollte damit nur sagen, dass man auch mit Capella nicht nur abtippen, sondern auch eine eigene Idee entwickeln und darstellen kann, klar da liegt dann auch eine gewisse Genügsamkeit drin und ich kann nicht alles machen. aber klar, es bleibt ein Schreibprogramm.

Übrigens ist es die Audio-Ausgabe, woran Capella zuletzt gearbeitet hat.
2  Unterforen / capella / Re:Fehler bei Funktion „Partituraufteilung“ bei Füllpausen Version 7.1-38 am: 08. November 2017, 01:19:23
Das ging mir ähnlich, zumal man kurz vor der neuen Software ja auch gar nicht mehr mit einem Update gerechnet habe.

Meine Frage aber auch hier: Überwiegt das Update (das ich auch noch durchgeführt habe) den gefundenen Fehler oder sollte man ggf. besser auf Version 37 zurücksetzen?
3  Unterforen / capella / Re:capella 8, erste Erfahrungen am: 08. November 2017, 01:00:32
Ich mache mich auch gerade mit der neuen Capella-Version vertraut, finde das neue Layout als Mix aus Desktop- und Touchideen aber recht eigenwillig und gewöhnungsbedürftig.

Ansichtssache: Die Bereichsanordnung ist Geschmackssache. Manko ist aber, dass für die eigentliche Arbeit am Notenblatt zu wenig Platz bleibt. Auch sind die einzelnen Elemente von unterschiedlicher Größe. Insbesondere die Temposteuerung und die Abspielfunktion drägen sich sehr stark in den Vordergrund, immerhin lässt sich die Temposteuerung ausblenden. Erst wenn man den Bearbeitungsbereich abwählt, bekommt man das Notenblatt voll zu sehen (auf kleinerem Bildschirm)

Umstellungssache: Ich glaube nicht, dass die Umstellung für jeden so einfach ist. Ich bin das Arbeiten mit den vielen Schaltflächen und mit der Maus gewohnt. Das Schnellste dürfte zwar sein, die Tastaturkürzel (die ich nur z.T. für die direkte Noteneingabe und die Veränderung der Tonlänge benutze) komplett zu lernen. Aber die Arbeitsbereiche wirken nicht aufgeräumt. Beispiel: warum bekomme ich beim Menü Einfügen etwas anderes als beim Arbeitsbereich Einfügen? Und der Liedtext wird doch auch eingefügt, steht jetzt aber im Menü unter Bearbeiten, während das im Bearbeitungsbereich daneben befindliche Feld Taktnummerierung im Menü unter Extras steht (Liedtext war früher auch unter Extras).

Drucksache: das Drucken aus dem Programm liefert nicht gleich gute Resultate wie manche PDF-Freeware. Das mag zwar an Qt liegen, aber unterschiedliche Halsstärken in der PDF-Ansicht am Rechner wirken da nicht so gut. Ist aber im übrigen ein Problem das (natürlich) auch bei dem Capella-Reader auftaucht.

Zwischenfazit: Capella ist in der eigentlichen Eingabe von Noten nicht besser, sondern anders geworden. Wirkliche Begeisterung hat die neue Version bei mir nicht ausgelöst. Damit sind aber wesentliche alte Themen nicht abgestellt worden. Hier sei mal nur aus Anwendersicht die komplizierte und behelfsmäßige Einfügung von Seitenzahlen und von Tempoangaben im Notenblatt nur via Skript genannt. Das sind wirklich zwei Standardaufgaben. Die zusätzlichen Funktion PDF-Druck aus Anwendung gab es bereits beim Reader (dafür allein bräuchte man die neue Version also nicht) und ist nicht ganz ideal gelöst. Die eigentliche Innovation ist damit die Musicalion-Anbindung, das ist dann auch das wirklich am Positivsten zu Erwähnende. Mit den neuen Exportmöglichkeiten habe ich mich noch nicht beschäftigt.

Übrigens: Die Noteneingabe per Maus sollte schleunigst nachgeholt werden. Solange bleibe ich (mindestens) bei Capella 7.1.
4  Unterforen / capella / Re:Absturz Capella 7.1-38 bei „Partituraufteilung“ am: 07. November 2017, 23:21:07
Sehe ich das richtig, dass das Problem bei Version 7.1 - 37 (noch) nicht aufgetaucht ist, dann würde ich das ggf. auf das vorherige Release zurücksetzen. oder ist das ein Windows 10 Problem? (habe Windows 8).
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