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Autor Thema: Steinbergs "Dorico"  (Gelesen 4034 mal)
acco-boy
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« am: 15. Oktober 2016, 17:44:25 »

Hallo,

jetzt wird es spannend: Steinberg hat sein neues Notensazprogramm "Dorico" für den 19. Oktober 2016 angekündigt. Noch mit einigen "Lücken", aber immerhin. Hoffentlich gibt es da auch eine Testversion.
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Gruß Günter
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Klaus
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« Antworten #1 am: 15. Oktober 2016, 21:19:07 »

Ui, ein neuer "Goldstandard" also...  Lupe Über den Preis schweigt sich die Homepage (wieder einmal) aus. Das liebe ich ganz besonders. Im Normalfall erlischt beim Vorenthalten der Preisinformation mein Interesse schlagartig. Ich verstehe die Geschäftspolitik hinter solchen Geheimhaltungsmanövern nicht; einerseits nutzt man das Internet zur Bewerbung seines Produkts, andererseits verheimlicht man eine der wesentlichsten Informationen. Wahrscheinlich hat man Angst, dadurch erste interessierte Kunden schon im Vorfeld zu verschrecken.
Nachdem ich mein Sibelius-Trauma immer noch nicht überwunden habe, bleibe ich erst einmal vorsichtig. Markige Werbetexte und Hochglanzfotos machen noch kein gutes Notationsprogramm. Man wird wohl oder übel abwarten müssen, was der Newcomer tatsächlich leistet - und ob der Mehrwert des Gebotenen tatsächlich ein Knockout-Kriterium für die Mitbewerber am Markt ist.
http://www.steinberg.net/fi/products/dorico/warum_dorico_besser_ist/dorico_crossgrade_von_sibelius.html
Aha, vom ehemaligen Sibelius-Team entwickelt. Na, wenn das kein Grund ist, noch vorsichtiger zu sein... Teufel

Der Speicherbedarf ist schon eine Sensation für sich: 12 GB (in Worten: Gigabyte)! :schock:  ?(
Zum Vergleich: PriMus belegt gerade einmal 34 MB (in Worten: Megabyte) auf meiner Festplatte.
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acco-boy
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« Antworten #2 am: 15. Oktober 2016, 21:42:49 »

Hallo Klaus,

keine Angst, ich habe nicht vor zu wechseln (eine Software, die beim Erscheinen lt. Ankündigung weder Voltaklammern noch Fingersätze noch Akkordsymbole "kann", kommt mir nicht auf den Rechner).

Zum Preis. Mehrere Quellen sagen übereinstimmend: knapp 600 Euro, Lehrer und Studenten ca. 350 Euro. Dazu noch zeitlich begrenzte Crossgrades von Sibelius (wen wunderts) und Finale von etwa 300 Euro.

Ich warte jedenfalls mal in Ruhe ab, was da für doch viel Geld erscheint.
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Klaus
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« Antworten #3 am: 15. Oktober 2016, 21:55:17 »

Ich habe keine Angst vor einem Wechsel, schon gar nicht, wenn er mich nicht betrifft. :lach:
Bei mir käme (Achtung Konjunktiv!) ein Wechsel höchstens dann in Frage, wenn Dorico es in allen Punkten - Preis eingeschlossen - mit PriMus aufnehmen könnte. Daran hege ich jedoch begründete Zweifel. Teufel
Also bleibe ich erstmal skeptisch.
Weiß noch jemand, warum das Sibelius-Entwicklerteam damals die Arbeit an Sibelius auf- bzw. abgegeben hat?
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acco-boy
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« Antworten #4 am: 15. Oktober 2016, 22:09:58 »

Hallo Klaus,

Dorico knapp 600 Euro, PriMus unter 300 Euro ... schon da gibts nichts zu überlegen.

Und wenn ich richtig gelesen habe, dann hat Steinberg die "freigesetzten" Programmierer dankend aufgenommen (Sibelius-Eigner AVID hat die weitere Programmierung ja in die Ukraine "verlegt").
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Gruß Günter
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« Antworten #5 am: 16. Oktober 2016, 08:03:42 »

Zitat von: "Klaus"
Der Speicherbedarf ist schon eine Sensation für sich: 12 GB (in Worten: Gigabyte)! :schock: ?(
Zum Vergleich: PriMus belegt gerade einmal 34 MB (in Worten: Megabyte) auf meiner Festplatte.
Naja, da muss man aber fairerweise sagen, dass PriMus dann (dank Microsoft) abscheulich klingt. Ich habe bei mir auch ca 2.5 GB an SoundFonts für den CoolSoft VirtualMIDISynth rumliegen. Wenn ich bei Dorico lese "komplette HALion Symphonic Orchestra Library sowie über 1300 sofort einsetzbare Sounds von HALion Sonic SE 3." dann sind 12GB eher wenig. Nur so zum Vergleich: Die Vienna Symphonic Library knackt demnächst die Terrabyte Grenze (laut Webseite 971GB!)
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« Antworten #6 am: 16. Oktober 2016, 13:45:19 »

Wie mein Notationsprogramm klingt, ist mir völlig egal. Ich will damit Noten setzen, nichts weiter.
Der Trend zu diesen riesigen Soundbibliotheken sprengt für mich bereits die Aufgabenbeschreibung eines Notensatzprogramms. Wers braucht, kann eben zu den vielen online und gratis verfügbaren Bibliotheken in Form der alten (aber guten) Soundfonts greifen.
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« Antworten #7 am: 16. Oktober 2016, 16:56:21 »

@ Klaus:
Da sind die Ansichten halt geteilt.
Ein Notationsprogramm ohne gute Soundausgabe wird sich heutzutage schwer verkaufen bzw. über eine bestimmte Verkaufszahl nicht hinauskommen. Wenn man sich durch diverse Foren klickt sieht man, wie sehnsüchtig viele, auch professionelle, Notenschreiber die Vereinigung von DAW und professionellem Notensatz wünschen (z.B oft gelesen: eine gut bedienbare Notenansicht in Cubase...). Eine gute Soundausgabe hilft einem sehr wesentlich, komplexere Arrangements schon einmal vorab auf ihre 'Hörwirkung' zu testen. Das kann viel Zeit sparen.
Ohne es selbst getestet zu haben: mit 11+ GB Samples schon mit an Bord ist der Preis nicht mehr so extrem hoch, wenn der Notensatz so intuitiv und einfach ist, wie dargestellt.
Ob eine neue Software erfolgreich ist, entscheidet dann der Markt.
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sopran55
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« Antworten #8 am: 16. Oktober 2016, 17:14:08 »

Bin der Meinung wie Klaus. Für mich ist das eben ein bisschen Modesache geworden vermischen von Notensatz und Musikstudio.
Es gibt auch welche die sehr viel Notensetzen für Gesang, die brauchen kein Musikstudio sondern ein Notensatzprogramm
wo in X verschiedenen Formen viel Text unter, ober und zwischen den Systemen geschrieben wird.
Es gibt auch andere Wege um ein Notensatz zu Vertonen, da brauche ich dann das Musikstudio mit allen möglichen Sounds und Effekts.
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« Antworten #9 am: 16. Oktober 2016, 22:54:46 »

Hallo,

es ist, wie es halt immer ist: jeder sucht sich das aus, was er braucht oder möchte. Und weil hier die Ansprüche durchaus unterschiedlich sind, haben alle Systeme irgendwo ihre Berechtigung.

Ich persönlich halte es lieber mit den Puristen: unbedingt guter Notensatz (da habe ich meinen Favoriten gefunden), fürs Abhören reichen mir Freeware-Lösungen (Coolsoft Midi Synth einerseits und Linux-Sampler andererseits, beides zusammen mit passenden Soundfonts).

Warum also für etwas bezahlen, das ich gar nicht haben wiill, weil ich es nicht brauche?
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Gruß Günter
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« Antworten #10 am: 18. Oktober 2016, 13:38:10 »

Hi zusammen,

ich schließe mich da eher Anton Stabentheimer an, das z.B. ein Cubase mit Notationsdarstellung für mich beispielsweise das non-plus-ultra wäre.
Um zu hören, ob Töne prinzipiell richtig sind, reicht ja das Soundkartengeraffel aus. um sich bei einem Orchester beispielsweise ein Bild zu machen, ob es so auch wirklich klingt, dazu braucht man mehr als den Tischhupen-Sound.

Übrigens, die Antwort von Steinberg für eine Testversion war:

[font='Arial'][size=84]Es wird eine Trialversion von Dorico geben.
Allerdings wird diese zu einem späteren Zeitpunkt
veröffentlicht.
Leider kann ich Ihnen keine Angaben über
einen genauen Termin geben."[/size][/font]

Also, einfach abwarten, und dann mal testen.

Schöne Grüße
Oliver
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« Antworten #11 am: 18. Oktober 2016, 14:03:00 »

Es ist ja schön das es Leute gibt, die sowas kaufen und 5% davon Nutzen.
Brauche jeden Tag zwei Notensatz Programm und nutze ca. 80% und erst noch viel Günstiger.
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« Antworten #12 am: 18. Oktober 2016, 22:16:09 »

Zitat von: "borgplasma"
Übrigens, die Antwort von Steinberg für eine Testversion war:

[font='Arial'][size=84]Es wird eine Trialversion von Dorico geben.
Allerdings wird diese zu einem späteren Zeitpunkt
veröffentlicht.
Leider kann ich Ihnen keine Angaben über
einen genauen Termin geben."[/size][/font]

Also, einfach abwarten, und dann mal testen.
Steinberg sieht das wohl anders: erst mal (ver)kaufen, beim Testen könnte ja manche Unzulänglichkeit zutage treten. Die in diesem Forum schon mehrfach geäußerte Reihenfolge "erst testen, dann entscheiden" ist damit ja wohl auf unbestimmte Zeit unmöglich. Und kein noch so aufwändig hergestellter Prospekt bzw. eine entsprechende WebSite kann das ersetzen.
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« Antworten #13 am: 18. Oktober 2016, 22:22:22 »

Riecht alles nach keiner sonderlich glücklichen Geschäftstaktik.
Bei gewissen Firmen beschleicht einen das Gefühl, dass die ihre Produkte gar nicht verkaufen wollen - oder aber den Kunden für blöd halten. :duck:
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« Antworten #14 am: 21. Oktober 2016, 00:44:21 »

Wer nicht bis zum Erscheinen der Testversion warten will, kann ja einen Blick in die auf YouTube verfügbaren Tutorials werfen. Die sind allerdings in englische Sprache.
Dorico
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Gruß Reinhard
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