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Autor Thema: [gelöst] CapTune, Lautstärke mit MidiController (CC1) steuerbar?  (Gelesen 501 mal)
borgplasma
Novize
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« am: 02. Januar 2017, 17:10:53 »

Hallo Forumsgemeinde,
ich habe ein wahrscheinlich etwas ungewöhnliches Problem, vielleicht weiss ja jemand eine Lösung dazu... (Nein, ein wechsel auf eine andere Orch.Library kommt nicht in Frage).

Also:
Capella 7.1.34, Garritan Personal Orchestra 5 mit AriaPlayer als VST-Plugin.

Garritan hat bei nicht-prcussiven Instrumenten (z.B. Woodwinds, in meinem Falle Querflöten) die Lautstärkeregelung nicht über die normale Anschlagslautstärke geregelt, sondern darüber nur das Anblasverhalten.
Die Lautstärke des Instrumentes wird über den Midi-Controller 1 (CC1), also das Modulationsrad, realisiert. CC1 = 1 entspricht min.Lautstärke, CC1 = 127 entspricht max. Lautstärke.

Ist halt blöd, aber nicht zu ändern.

Nun zu meiner Frage:

Capella realisiert ja die Lautstärken der Dynamikzeichen (also pp, p, mf, F, FF, FFF) über die Anschlagsstärke. Nützt in dem Falle nix, das Instrument wird immer gleich laut gespielt.
Kann man dem CapTune irgendwie beibiegen, das statt der Anschlagslautstärke nun der CC1 (Modulationsrad) verwendet werden soll?
Oder:
Kann man in Capella ähnlich wie in Sequenzerprogs (Cubase, etc.) die Werte des CC1 zusätzlich hinzufügen? Letzteres wäre nicht meine erste Wahl, aber besser als nix ... (Ja ,ich weis, Capella ist ein Notensatzprogramm und kein Sequenzer....)

Kennt dazu jemand eine Lösung?

Bei Fragen gerne fragen,

schöne Grüße
Oliver
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borgplasma
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« Antworten #1 am: 02. Januar 2017, 21:12:39 »

ok, hab was in der VST-Plugin Anleitung von Capella gefunden, welches mich aber mehr verwirrt als hillfreich ist.

http://www.capella-software.com/de/index.cfm/linkservid/F3127CB4-D6EE-65F0-3E66E72588DA6789/showMeta/0/


Es wird dort von Velocitymodes gesprochen, beispielhaft 3 stück aufgeführt, aber leider keine detaillierte Beschreibung des ganzen gegeben.

Ich habe etwas rumexperimentiert, aber komme leider zu keiner wirklich hillfreichenden Lösung.

Hat von euch schonmal jemand die captuneini - Datei editiert, um so die Anschlagslautstärkenwerte als Modulationsrad (MidiController 1) "umzuleiten"/auszugeben? Dann wäre mein Problem eigentlich schon gelöst ....

schöne Grüße
Oliver
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borgplasma
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« Antworten #2 am: 06. Januar 2017, 15:15:35 »

hm, noch niemand an diesem feature der captune gearbeitet / dieses eingesetzt ...?

oder habe ich meine frage zu undeutlich / missverständlich gestellt ?

Grüßend
Oliver
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PeterBecker
Allwissendes Orakel
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« Antworten #3 am: 06. Januar 2017, 16:26:34 »

Hallo Oliver,

ich habe mehrere VSTs mit unfangreichen Soundbibliotheken in Capella integriert.
Lasse mir mal Deine e-Mail Adresse zukommen und ich schicke Dir einen Link wo Du meine diesbezüglichen Unterlagen runterladen kannst.
Die könnten auch in Deinem Fall hilfreich sein.

Peter
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borgplasma
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« Antworten #4 am: 16. Januar 2017, 23:04:56 »

Hallo zusammen,

hier nun die auflösung des Problems mit den Midi-controllern.

Zur Hilfe standen mir Peter Becker und indirekt Hartmut Lemmel (Autor des Captunes von Capella) zur Seite, sowie ein Beispiel der Captune.ini der Vienna_Orchestra_Library.
Vielen dank an dieser Stelle für die pointierte und ausführliche Hilfe von euch beiden, gerade von Peter welcher den Kontakt zu Hartmut Lemmel herstellte, und mir (wie schon bei anderen Problemen zuvor) mit ausführlichem Rat Beiseite stand !!

Um zu wissen, wie die jeweilige Orchester-Library (in meinem Fall Garritan Personal Orchestra V5, kurz GPO) auf Midi-Controller reagieren, sollte man die Anleitung konsultieren. Aus der 5-er Anleitung ging es nicht direkt hervor, in der 4-er Version von GPO war dann direkt beschrieben:

Lautstärkeänderungen bei nicht-Perkussiven Klängen (Flöten, Blechbläsern, Streichern und Chören) werden nicht durch die Anschlagsstärke bestimmt, sondern durch den Wert eines Midi-Controllers. In meinem Falle (GPO) sind es die Controller 1 und 11.
Controller 1 ist i.d.R. dem Modulationsrad eines Keyboards (Masterkeyboard, Synthesizer, E-Piano...) zugeordnet. Daher kann man diese Funktion damit sehr gut testen.

Der Clou ist nun, in der Konfigurationsdatei des VST-Plugins für Capella, der xxx_captune.ini Datei, zusätzlich festzulegen, ob auf Midi-Controllerdaten reagiert werden soll, und wenn ja, wie, sowie das man Instrumente (-ngruppen) steuern kann, auf welcher weise diese reagieren sollen.

Dank Peters Beispiel aus der Vienna_Orchestra_Library konnte ich dann für die beiden häufigsten Einstellungen, Nicht-Perkussive Instrumente und Perkussive Instrumente, die Einstellungen in der xxx_captune.ini Datei festlegen.

Dieses sieht bei mir nun in der sforzando VST_x86_captune.ini wie folgt aus (; = Zeile wird auskommentiert):

[<settings>]
velocitymode0init=cc11=127
;    mode 0: cc11 = 127, velocity of note on = value, for pianos, guitars, percussion
velocitymode1ctrl=cc11
;        mode 1: cc11 = value, velocity of note on = 127, for winds and strings
velocitymode1velo=127

velocitymodedefault=1

Falls eine Stimme (z.B. die SnareDrum) vom Default abweichen soll, kommt dann im Stimmenteil noch der eintrag des Veolcitymodes hinzu:

[BOP|SnareDrum]
vstchunk=..\chunks\GPO5_Perc_SnareDrum_A_sfz
vstprogram=0 empty slot0
volume=100
genericsound=percussion.drum.drum.snare
vstparameter=cc0=0,cc1=0.7874,[...],cc63=0
velocitymode=0


Fazit:
Die Playbacks klingen nun weitaus authentischer als mit der Standard Soundcard, dafür hat sich der Aufwand auf jedenfall gelohnt.

Grüßend
Oliver
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