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Autor Thema: Kein Font-Kerning??  (Gelesen 941 mal)
Klaus
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« am: 03. Februar 2017, 22:05:05 »

Habe an eine Partitur einen Textrahmen angehängt, um dort die Komponistenangaben zu platzieren.
Schriftart: Times New Roman, 9 pt.
Nun sieht man bereits am Bildschirm, dass der Abstand der einzelnen Buchstaben höchst unregelmäßig ausfällt. Mal stehen sie enger, mal weiter.
Ist dieses Verhalten bekannt - und gibt es Abhilfe?

Beim Ausdrucken wurde die Bildschirmdarstellung leider vom Druckergebnis bestätigt...
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« Antworten #1 am: 03. Februar 2017, 22:15:46 »

Das Problem kann ich nachvollziehen, eine Lösung kann ich aber nicht finden.
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Klaus
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« Antworten #2 am: 03. Februar 2017, 22:20:29 »

Bei größeren Punktgrößen scheint das Problem nicht aufzutreten.

Was ist eigentlich von der MuseScore-eigenen Schrift FreeSerif zu halten? Ist das nicht nur ein Times-Verschnitt?
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« Antworten #3 am: 03. Februar 2017, 22:30:55 »

Das Kerning funktioniert auch bei anderen Schriftgrößen nicht gut. Die Lücken wandern nur an andere Stellen.
Das Problem wurde schon diskutiert.
Die FreeSerif ist wie die Times New Roman eine recht eng laufende Antiqua und wurde wahrscheinlich mitgeliefert um das komplette Programm OpenSource zu halten. Sie stammt aus dem GNU-Projekt, ist also nicht MuseScore-spezifisch, hat einen großen Zeichenumfang und soll vollwertig sein.
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« Antworten #4 am: 04. Februar 2017, 00:31:38 »

Scheint tatsächlich eine Schwachstelle zu sein. Musescore handhabt selbst kein Kerning, sondern verläßt sich auf Qt. Wird wohl nicht gelöst werden in nächster Zeit. Man kann nur verschiedene Fonts ausprobieren und hoffen.
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Klaus
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« Antworten #5 am: 10. Juni 2017, 09:50:29 »

Scheint tatsächlich eine Schwachstelle zu sein. Musescore handhabt selbst kein Kerning, sondern verläßt sich auf Qt. Wird wohl nicht gelöst werden in nächster Zeit. Man kann nur verschiedene Fonts ausprobieren und hoffen.
Ich hole diesen Thread aus der Versenkung.
Im zitierten Beitrag war vom Kerning via Qt. die Rede. Kann ich das unter Windows irgendwie nutzen, um MuseScore doch noch zu überreden, Lyrics und andere Textelemente mit ordentlichem Kerning darzustellen?
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« Antworten #6 am: 10. Juni 2017, 10:26:24 »

Ich habe mich nun wirklich lange in Musescore eingearbeitet, und wäre notensatztechnisch mit dem Programm wirklich zufrieden.

Aber dass Kerning fehlt, macht Musescore eigentlich unbrauchbar.... zumindest für das Setzen von Vokalmusik.
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Klaus
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« Antworten #7 am: 12. Juni 2017, 11:48:00 »

Naja, unbrauchbar finde ich ein etwas hartes Urteil. Verwirrt
Für den Alltagsgebrauch - schnell mal ein Notenblatt für die Chorsänger ausdrucken - reicht MuseScore allemal.

Ginge es aber darum, ein schönes Druckwerk zu layouten, müsste ich MuseScore eine Absage erteilen.
Fontkerning und Bindestriche: Diese beiden Probleme müssen auf jeden Fall gelöst werden. Hilfe
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« Antworten #8 am: 23. Juni 2017, 19:50:13 »

Das Problem mit dem Kerning ist bekannt, siehe https://musescore.org/en/node/117191. Betrifft wohl nur Windows.
Das mit den Bindestrichen bei Liefert ist auch bekannt, siehe https://musescore.org/en/node/21239
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« Antworten #9 am: 03. August 2017, 09:42:47 »

Bei der Ankündigung von MuseScore 3 via Facebook wurde auch die Frage nach dem Fontkerning in einem der Kommentare aufgeworfen. Die Antwort seitens MuseScore war sehr verhalten: "We stand on the shoulder of the Qt project for this."
Na bravo. Das heißt wohl, dass man da auch auf lange Sicht nichts erwarten sollte.
Ewig schade um das ansonsten wirklich sehr gute Programm...
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« Antworten #10 am: 01. Dezember 2017, 09:22:21 »

Was ist eigentlich von der MuseScore-eigenen Schrift FreeSerif zu halten? Ist das nicht nur ein Times-Verschnitt?
Bei Überschriften nehme ich Times. Trotz des Kerning-Problems finde ich die Ergebnisse noch brauchbar. Klar, richtig schön ist anders, aber ich finde es geht durchaus (in den Überschriften, im Liedtext eher nicht).

Was FreeSerif anbelangt, ist das natürlich mehr oder weniger ein Times-Verschnitt, im Liedtext völlig ausreichend, aber in den Überschriften gefällt mir die Schriftart einfach nicht so gut. Alles Geschmackssache. Und außerdem fehlt mir dann die individuelle Note, weil in Musescore diese Schriftart voreingestellt ist und täglich tausende Dateien in dieser Schriftart hochgeladen werden.
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« Antworten #11 am: 01. Dezember 2017, 21:07:59 »

Richtig elegant wird das Ergebnis mit kleinen Schriftgrößen, wie man sie etwa für Komponistenangaben benutzt...
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« Antworten #12 am: 02. Dezember 2017, 12:53:44 »

Richtig elegant wird das Ergebnis mit kleinen Schriftgrößen, wie man sie etwa für Komponistenangaben benutzt...
Du meinst, dann sieht es besonders schlimm aus, oder?

Bei der Ankündigung von MuseScore 3 via Facebook wurde auch die Frage nach dem Fontkerning in einem der Kommentare aufgeworfen. Die Antwort seitens MuseScore war sehr verhalten: "We stand on the shoulder of the Qt project for this."
Na bravo. Das heißt wohl, dass man da auch auf lange Sicht nichts erwarten sollte.
Ewig schade um das ansonsten wirklich sehr gute Programm...

Anscheinend ist Qt nicht wirklich allein schuld (Capella, Sibelius benutzen ja auch erfolgreich Qt).
Die Entwicklung scheint zum Glück voranzugehen:
 https://musescore.org/en/node/117191
Ganz unten ist eine Windows-Test-Version, und in der Tat sehen damit auch die kleinsten Schriften in einer exportierten PDF korrekt aus.
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« Antworten #13 am: 02. Dezember 2017, 14:17:30 »

Zitat von: musikai
Du meinst, dann sieht es besonders schlimm aus, oder?
Genau.

Zitat von: musikai
Die Entwicklung scheint zum Glück voranzugehen:
 https://musescore.org/en/node/117191
Ganz unten ist eine Windows-Test-Version, und in der Tat sehen damit auch die kleinsten Schriften in einer exportierten PDF korrekt aus.
Das macht Hoffnung. Danke für den Hinweis!
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« Antworten #14 am: 15. Dezember 2017, 09:18:13 »

Es gibt mitllerweile eine 2.2 Vorabversion die dieses Kerning Problem nicht mehr haben soll, Tester gesucht...
http://prereleases.musescore.org/windows/nightly/  und dort eine der neuereren Versionen mit 2.2 im Namen nehmen.
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