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Autor Thema: Erfahrungen mit MuseScore  (Gelesen 996 mal)
Klaus
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« am: 16. Februar 2017, 15:09:29 »

Seit geraumer Zeit nutze ich MuseScore, um ein kleines, maßgeschneidertes Orgelbüchlein für unser Altenheim zu layouten. Abseits einiger Mankos (kein Schriftenkerning... schrecklich) begeistert mich die Noteneingabe über die normale Computertastatur; die Shortcuts dazu habe ich meinen Vorlieben angepasst, sie entsprechen nun weitgehend den capella-Standards (also Taste "a" für die Note a usw.). Hut ab, dass es dieses Feature der personalisierten Shortcuts gibt. Das erleichtert den Umstieg von anderen Programmen sicherlich gewaltig... Man muss sich nur einmal die Arbeit machen und alles nach seinen Wünschen einrichten.

Ich kann nur sagen: In Sachen komfortabler Noteneingabe kann PriMus mit MuseScore schlicht nicht mithalten. Obwohl ich seit Jahren nun schon mit PriMus arbeite und dieses Programm über die Maßen schätze, ist mir MuseScore mit seiner Art der Noteneingabe um Lichtjahre lieber. Eine Partitur ist in Windeseile eingegeben, die Lyrics dazu, Autorenhinweise - fertig.
Gerade wenn es schnell gehen soll, hat MuseScore für mich klar die Nase vorn. Anbeten
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Jojo-Schmitz
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« Antworten #1 am: 16. Februar 2017, 16:02:49 »

Taste a für Note A ist die Voreinstellung, einzig beim H sind Anpassungen nötig, wenn man nicht statt dessen b tippen will.
Vermutlich ist die Angabe der Notendauer aber anders, 1 für 64tel, 2 für 32stel, ... 5 für Viertel... 0 für Pause, aber auch die sollten sich anpassen lassen
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Klaus
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« Antworten #2 am: 16. Februar 2017, 20:23:17 »

Auch das habe ich getan. Das mit der Note war nur ein Beispiel.
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Christof Schardt
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« Antworten #3 am: 16. Februar 2017, 22:32:23 »

Mich würden einige Punkte interessieren:
- Hast Du in PriMus die Step-Eingabe per Midi-Keyboard verwendet oder die Mauseingabe?
- Wie "gutmütig" sind die Noten (d.h.: wieviel Nachbearbeitung des Satzes ist notwendig)?
- Wie verteilt sich die Zeit zwischen reiner Eingabe und Nachformatierung?
- Schreibst Du die Noten von einer gedruckten oder handgeschriebenen Vorlage ab?


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Gruß Christof
Klaus
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« Antworten #4 am: 17. Februar 2017, 15:36:29 »

Lieber Christof, gerne beantworte ich deine Fragen:


- Nur Mauseingabe. Ein Midi-Keyboard besitze ich nicht und will es auch nicht verwenden.

- Keine Nachbearbeitung nötig. Sekundabstände im mehrstimmigen Satz werden automatisch richtig berechnet, Einzelverschiebungen sind per "Inspekteur"-Tool aber sehr leicht zu bewerkstelligen, vor allem per Zahleneingabe und -feedback. Das ist unschätzbar wertvoll für ein perfektes Layout. Ein klarer Pluspunkt vor dem "von Hand verschieben", wie es derzeit bei PriMus gemacht werden muss.

- Reine Eingabe: 95 % der Zeit, Nachbearbeitung demnach 5 % (z.B. für Balkenunterbrechungen oder Setzen von Sicherheitsvorzeichen). De fakto bin ich mit einem Orgelbegleitsatz samt Überschrift, Quellenangabe und Lyricseingabe in ca. 5 Minuten komplett fertig. Das schaffe ich mit PriMus-Mauseingabe auf keinen Fall.

- In den meisten Fällen schreibe ich von einer gedruckten Vorlage ab.
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Andreas
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« Antworten #5 am: 19. Februar 2017, 04:06:13 »

Hallo, Klaus,

hättest Du mal so ein 5-min.-Beispiel mit Vorlage und Ergebnis als pdf?

Grüße
Andreas
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Klaus
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« Antworten #6 am: 19. Februar 2017, 07:48:22 »

Gewiss. Ich kann es morgen oder übermorgen hier uploaden.
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« Antworten #7 am: 19. Februar 2017, 10:30:48 »

Gewiss. Ich kann es morgen oder übermorgen hier uploaden.

Dafür schon im voraus besten Dank. Mich würde das nämlich auch brennend interessieren, denn deine Zeiten sind wirklich rekordverdächtig.

Die Mathematik allerdings sagt mir, dass da etwas nicht stimmen kann: 5 Minuten sind 300 Sekunden, 5 % davon, also 15 Sekunden, für die Nacharbeit.  Ratlos  Zwinker
Das kann demnach nur an den Stücken liegen ("Noten pur" ohne viel Beiwerk).
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Gruß Günter
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« Antworten #8 am: 19. Februar 2017, 14:29:30 »

Das trifft wohl zu; ich erwähnte ja eingangs, dass ich ein Büchlein mit Orgelbegleitsätzen layoute. Das ist an sich anspruchsloser Notensatz.
Wenn Lyrics und Quellenangaben ebenfalls zur Nacharbeit gezählt werden, wird natürlich mehr Zeit benötigt - die reine Noteneingabe geht aber tatsächlich rasant schnell und unkompliziert voran.
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acco-boy
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« Antworten #9 am: 19. Februar 2017, 22:10:22 »

Dann ist meine Welt ja doch noch in Ordnung. Ich brauche nämlich für die Feinheiten mindestens so lange wie für die Noteneingabe. Und mit "Orgelbegleitsätzen" wusste ich bisher nichts anzufangen.
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Gruß Günter
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« Antworten #10 am: 20. Februar 2017, 13:07:37 »

Anbei das versprochene Beispiel. Die Vorlage erübrigt sich, da ich den Satz von einer entsprechenden Datei abgeschrieben habe, die ich früher mit einem anderen Notationsprogramm gelayoutet hatte.

Das Stück ist nicht sonderlich lang, es gab auch etwas längere, jedoch kaum kürzere.

An Nacharbeit wäre zu nennen:
- Zentrierung der Pausen
- manuelle Zeilenumbrüche nach meinen Vorstellungen
- Setzung des Bindebogens
- Setzung der Sicherheitsvorzeichen
- Einfügen der Wiederholungstaktstriche
- Anbringen der Voltenklammern
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« Antworten #11 am: 20. Februar 2017, 13:38:52 »

für mich gibt es einen Schönheitsfehler: die Bindestriche zwischen den Silben sind mir zu hoch
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« Antworten #12 am: 20. Februar 2017, 17:14:49 »

für mich gibt es einen Schönheitsfehler: die Bindestriche zwischen den Silben sind mir zu hoch

Auch meine Meinung (sorry, Klaus). Ich habe mir einige Serifen-Schriften angeschaut (Bodoni, Bookman, Garamond, Times, ...), bei allen liegt der Bindestrich tiefer.
Mich würde aber interessieren: liegt das an MuseScore oder am Zeichensatz? Welchen hast du denn verwendet (mein Tipp: Times)?
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« Antworten #13 am: 20. Februar 2017, 18:20:39 »

Es liegt an MuseScore; das Programm verwendet einen Bindestrich, der nicht dem verwendeten Zeichensatz entnommen ist.
Oh, und ich finde noch viele Schönheitsfehler, allen voran das unter Windows fehlende Font-Kerning. Auch die Atemzeichen sind nicht nach meinem Geschmack.
Dennoch: Die Eingabe geht rasant schnell von der Hand - und das ist ein dicker Bonus.

Ach ja: Der verwendete Zeichensatz ist "FreeSerif", der mit MuseScore - offenbar aufgrund der Philosophie "alles open source" - mitgeliefert wird. Er sieht Times New Roman sehr ähnlich.

PS: Kein Grund für irgendein "sorry"... ich bin nicht Promotor von MuseScore - und sehe das Programm auch keineswegs blauäugig. Keine Sorge. Zwinker
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« Antworten #14 am: 20. Februar 2017, 20:43:24 »

MuseScore verwendet als Liedtextsilbentrenner nicht den Bindestrich des jeweiligen Zeichensatzes, sondern 'malt' eine mehr oder minder kurze Linie. Gefällt mir auch nicht, siehe https://musescore.org/en/node/21239

Auch das mit dem Kerning ist bekannt, siehe https://musescore.org/en/node/117191#comment-660396
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