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Autor Thema: erst Inhalt, dann Layout - geht nicht :-(  (Gelesen 608 mal)
einWalter
Novize
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« am: 03. Juli 2017, 00:54:18 »

Hallo,
- sorry für den langen Text, ich kann es nicht kürzer beschreiben. -

ich schreibe gern mal ein Ständchen für mehrstimmige Besetzung. Nix kompliziertes, meist auch nicht lang.
Jetzt grad steht ein kurzes, 3-stimiges Ständchen an für 2 Frauenstimme + Bass, mit 12 Strophen. 2 Notenzeilen, oben SA, unten der Bass.
Dies sind die Anforderungen:
+ "Eine Strophe" soll auf 1 Seite DIN A4 passen.
+ Der Liedtext soll zwischen beiden Zeilen stehen, dann muss ich ihn nur 1x tippen. Spart auch Platz, es ist ein homophoner Satz.
+ Auf jeder Seite möchte ich 3 Strophen unterbringen, dann braucht jeder Sänger nur 4 Blätter. Also soll der Liedtext pro Seite aus 3 Strophen bestehen.

Somit die Frage: Wie groß dürfen Noten und Liedtext sein, damit sie auf 1 Seite passen? Wenn ich beginne, weiß ich das ja noch nicht.

Also würde ich gern nach der bewährten Methode "Erst der Inhalt, dann das Layout" vorgehen:
+ Es wäre optimal, wenn ich erst mal alle Noten in 1 System schreiben könnte. Das möchte ich auch abspielen lassen, um einzelne Noten oder Akkorde zu verbessern.
+ Danach würde ich die ersten drei Strophen eintippen. Immer noch alles in 1 System, ohne Zeilenumbrüche.
+ Ohne Umbrüche, denn längere Silben machen den Takt ja breiter. Und davon hängt wiederum ab, wo ich später dann die Zeilenumbrüche machen kann/muss, damit alles auf 1 Seite passt.
+ Wenn nötig muss ich die Größe der Noten und des Liedtextes entsprechend reduzieren und alle Umbrüche neu setzen.
Rantasten an das optimale Layout.

Problem: Capella unterstützt keine langen Zeilen. 22 Takte sind schon zu lang.
Z. B. beim Vorspielen scrollt/springt die Anzeige irgendwann nicht mehr weiter, ich höre nur noch, sehe aber die Noten nicht. Das ist doch Mist.

Fazit: Entweder ist meine Vorgehensweise falsch oder Capella kann das wirklich nicht. (Ging übrigens früher schon mal, ist aber schon Jahre her.)
Habt Ihr ne Idee, was ich da machen kann?

Ich schreib keine Opern, keine großen Sachen. Eher kleines Zeug. Und da ärgert mich Capella doch immer wieder, da frag ich mich dann schon, ob ich mir noch ein weiteres Update antun soll oder besser auf ein anderes Programm umsteigen. Der Underdog, der Capella früher mal war, ist keiner mehr, und ich hab schon Hunderte von Euro in all die Updates investiert. Zu viel Geld für sich drüber Ärgern.

Danke
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BurkhardS
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« Antworten #1 am: 03. Juli 2017, 08:32:41 »

Ja, Umbrüche muss man in Capella halt selber machen, und das zu einem Zeitpunkt, wo diese überhaupt noch nicht interessieren, weil man einfach nur Musik eingeben will. Und wenn du danach etwas änderst, z.B. die Notengröße, muss du alle Umbrüche wieder durchgehen und kontrollieren.

Bezeichnend ist das Werbe-Bild, das Capella Software selbst auf der Startseite verwendet: Capella ist halt eine Notenschreibmaschine.

Vielleicht ändert sich in Version 8 ja mal etwas daran. Ansonsten: nimm MuseScore
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Paul Villiger
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« Antworten #2 am: 03. Juli 2017, 09:39:32 »

Editieren in einer langen Zeile, welche über den Partiturrand hinausragt, geht bei capella nicht. Es gibt aber die Möglichkeit eine umgebrochene Partitur wieder in einer Zeile darzustellen und dann neu nach Bedarf umzubrechen: Extras - Partituraufteilung - einheitlich mit 999; zuvor Randausgleich ausschalten.

Gruss Paul
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PeterBecker
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« Antworten #3 am: 03. Juli 2017, 09:42:40 »

Hallo,

Du stellst da einige Forderungen auf die ein Layout Programm an seine Grenzen bringen würden.

Grundsätzlich, Du kannst alles zuerst in eine Zeile schreiben. Es gibt kein 22 Takte Limit. Ich kenne einen der genau das mit Capella macht und anschließend aufteilt. ( 22 Takte in einer Zeile sind schon eine ganze Menge, selbst bei DIN A4 quer. Wer soll denn das lesen und dann noch mit Liedtext ).

Allerdings musst Du dann auch ein Seitenlayout angeben bei dem Du diese Zeile vernünftig lesen kannst. DIN A4 ist dazu nicht geeignet. Noten und Texte lassen sich nun mal nicht beliebig zusammenquetschen. Das ist aber kein Capella Problem, sondern liegt in der Natur der Sache. Du kannst aber für die Notenzeile "Kompression erlauben" angeben. Dann wird alles zusammen gequetscht. Viel Spass beim lesen.

Ich spreche hier von eingeschaltetem Randausgleich !

Ein automatisches Aufteilen dieser einen Zeile kann ebenfalls vorgenommen werden. ( Vorher Seitenlayout auf das gewünschte DIN A4 anpassen. Schaue mal unter Extras/Partituraufteilung. Für weitere automatische Anpassungen gibt es z.B.: das Skript Rohformatierer.
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BurkhardS
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« Antworten #4 am: 03. Juli 2017, 10:37:28 »

Allerdings musst Du dann auch ein Seitenlayout angeben bei dem Du diese Zeile vernünftig lesen kannst.

Es geht ja hier nicht um das Seitenlayout oder ums Lesen, sondern um die Eingabe und Korrekturhören. Ich mus dem OP hier beipflichten. Wenn ich Noten eigebe, interessieren mich Systemumbrüche oder Takte / Zeile zunächst mal überhaupt nicht. Hier ist so eine kontinuierliche Ansicht, wie es andere Programme anbieten oft von Vorteil. Mann muss dann aber auch auf Knopfdruck umschalten können zwischen kontinuierlicher Ansicht und Layout-Ansicht ohne Rumgehampele mit Partituraufteilung o.ä.

Capella bringt hier m.E. viel zu früh das fertige Drucklayout ins Spiel. Aber wie gesagt. Vielleicht ändert sich das ja mit Version 8
 

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Röhre
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« Antworten #5 am: 07. Juli 2017, 23:11:47 »

ich machs so:
(Kopie aus einem mail an capella)

Ich bin zurzeit wieder einmal damit beschäftigt, Schlagzeugspuren aus MIDI-Importen zu entfernen und Liedtext, respektive Ventilgriffe und Notenbezeichnungen, für die weitere Verwendung der Datei im Melodytrainer zu generieren.
Da beide Arbeiten in der normalen, seitenbezogenen Partituransicht recht mühsam und mit Unterbrüchen durchsetzt von der Hand gehen, habe ich die Pianoroll-Ansicht mal einzusetzen versucht.

BEARBEITUNGSWEG:
> Extras > Partituraufteilung > /Aufteilen> v ganze Partitur, /Takte je System> v einheitlich (NNNN), die Aufteilung auf die in dem zu bearbeitenden Stück (inklusive der Wiederhohlungen) bestehenden Takte "hochsetzen".

- Das Stück wird folglich auf einem einzigen System dargestellt und verschwindet rechts hinter dem capella-Fensterrahmen.
- Es kann aber noch immer abgespielt und bearbeitet werden...

Für das Löschen einzelner nicht verwendeter Schlagzeugspuren ist das schon mal eine deutliche Vereinfachung gegenüber dem zeilenweisen Markieren und Löschen, bis letztendlich die Stimme, respektive die Schlagzeugspur, auch aus dem Mustersystem gelöscht werden kann.
Ich weiss, dass ich hiermit eingebaute "Sicherheitshaltestellen" umgehe, diese haben aber in meinem aktuellen Fall für mich keine Bedeutung.

- die Ansicht ist jedoch gewöhnungsbedürftig, da in diesem Zustand "blind geflogen" wird. Es kann nicht gescrollt werden, weder automatisch (beim Vorspielen) noch manuell.

> Datei (Druckmenue) > Seite einrichten... > Papierformat (A4 Quer 210mm x NNNN(standart297)mm) >NNNN auf eine genügende "Länge" einstellen (z.B. 3000mm für 90 Takte).

- Die Partitur lässt sich nun - beim Vorspielen - zumindest manuell scrollen, (Automatisch würde sie erst am Ende des Systems weitergeschaltet, man bräuchte einen Auslöser "Fensterrrand" anstatt "Papierbreite resp. Papierende")
- Liedtext oder zu was ich die Funktion auch immer zweckentfremde, lässt sich so auf einen Zug über das ganze Stück eingeben (Es wird während der Eingabe sogar automatisch weitergescrollt).

am Ende, wenn alles angepasst ist, wird das Papierformat im Druckmenue zurückgesetzt auf das gewünschte Format und die Partituraufteilung wieder auf einen vernünftigen - oder einen dem Stück entgegenkommenden - Wert zurückgesetzt (z.B. 8 Takte pro System).

Ich habe soeben zwei  5 stimmige  Partituren so bearbeitet und dabei keine weiteren Probleme ausgelöst. (MIDI import, Schlagzeugspuren gelöscht, Wiederholungsbalken eingefügt, entsprechende Doubletten gelöscht, jeweils eine Stimme Liedtext eingegeben, Systemabstände angepasst, alles läuft stabil weiter.)

Meine Arbeit mit capella hat sich durch diesen "Trick" nun stark vereinfacht. Vielleicht nützt die Idee ja auch anderen Usern einmal etwas?

Gruss Roman
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Paul Villiger
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« Antworten #6 am: 08. Juli 2017, 08:11:28 »

Hallo Roman

Zitat
Für das Löschen einzelner nicht verwendeter Schlagzeugspuren ist das schon mal eine deutliche Vereinfachung gegenüber dem zeilenweisen Markieren und Löschen

Das Löschen einzelner Stimmen funktioniert mit dem Skript "Staff Editor" sehr gut: http://wiki.sins942.ch/index.php?title=Staff_Editor

Für die Liedtexteingabe sehe ich keine bessere Lösung.

Gruss Paul
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Röhre
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« Antworten #7 am: 08. Juli 2017, 13:47:41 »

Hallo Paul

Danke für den Hinweis, kenne ich und habe ich auch schon eingesetzt.
In der beschriebenen Situation läuft es für mich jedoch so besser von der Hand.

An dieser Stelle möchte ich mich aber gleich auch einmal bei allen "Scriptern" herzlich bedanken, für die unabschätzbare Arbeit, die Ihr hier leistet.
Schon häufig wurde ich durch ein script entpannt, oder vor stundenlanger Fleissarbeit verschont.

 Dankeschön
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l.willms
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« Antworten #8 am: 09. Juli 2017, 21:47:14 »

Es geht offenbar darum, etwas neu zu komponieren. Darauf ist capella nicht gerade optimiert. [urlhttp://www.capella-software.com/de/index.cfm/produkte/tonica-fugata/info-tonica-fugata/http://www.capella-software.com/de/index.cfm/produkte/tonica-fugata/info-tonica-fugata/]"Komponieren mit tonica fugata"[/url] gibt es bei der capella-Software AG. Ob das für den einen Walter das richtige ist, wage ich nicht zu beurteilen.

capella ist ein Notensatzprogramm, "schnell, intuitiv, günstig" wirbt die Firma dafür. Und die musikalisch klingenden Noten sind mit der Darstellung für's Auge verbunden -- eine Partitur ist in dem internen Format von capella eine Folge von Systemen oder Akkoladen, wie das woanders genannt wird. Die kann man, wie oben schon erwähnt, mithilfe Befehlen und Skripten umorganisieren, aber es bleibt immer eine Folge von Akkoladen, auch wenn es nur eine einzige ist mit beliebig vielen Takten -- die man dann allerdings nicht alle sehen kann. Was ich jetzt im Moment nicht erinnern kann, ist ob das Programm beim Schreiben automatisch einen Zeilenumbruch machen kann, wenn man den Seitenrand erreicht.

Was den Liedtext angeht -- ich mache das gerne auf dem Umweg über einen Textprogramm mit automatischer Silbentrennung (Open Office, MS Word, o.ä.), bei dem ich die Zeile ganz schmal mache, damit praktisch jede Silbe vereinzelt wird. Das kommt dann in einem Editor mit Spaltenmodus zur Weiterverarbeitung. Der Liedtext ist darin in je einer Zeile pro Strophe angeordnet. Die bedingten Trennstriche aus dem Textprogramm werden mit einem Schrägstrich (/) ergänzt, die Textzeilen in Blöcke organisiert, wobei die Liedzeile für jede Notenzeile linksbündig in Blöcken getrennt werden, die dann im Spaltenmodus zu der jeweilgen Notenzeile übertragen werden.





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einWalter
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« Antworten #9 am: 23. Juli 2017, 20:38:20 »

Hallo zusammen,

danke für die Antworten und die Diskussion.

@Paul Villiger:
"Extras - Partituraufteilung - einheitlich mit 999" - muss ich mal ausprobieren, danke für den Tipp.

@PeterBecker:
Wie BurkhardS richtig geschrieben hat: Das Layout ist mir am Anfang egal. Ich will zuerst nur die Noten und Texte eingeben, bevor ich mir danach Gedanken mache, wie ich das auf eine Seite A4 (oder wie auch immer) bringe.

@Röhre:
Wow, ausführliche Anleitung. Muss ich mal ausprobieren. Danke.

@l.willms :
Wow, Du machst Dir ja wirklich viel Extra-Mühe mit dem Liedtext. Da muss ich sagen: Wenn ein Notensatzprogramm so was "erzwingt", dann stellt sich schon die Frage, ob andere Programme das nicht besser können.

Ich frag jetzt einfach mal bei Capella an, mal sehn, was da raus kommt.
Kommt da nichts Besseres (für meine Herausforderungen) mit v8, werd ich andere Programme prüfen.
Mit Capella hab ich früh angefangen, ich glaub meine erste Version war noch auf DOS ausgerichtet. Damals war Capella ein Underdog, den ich gern ausprobiert und gekauft hab. Aber wenn ich an die Kosten für all die Updates denke, dann kommen andere Programme jetzt auch in Frage.

 Dankeschön
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l.willms
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« Antworten #10 am: 20. September 2017, 17:13:15 »

@l.willms :
Wow, Du machst Dir ja wirklich viel Extra-Mühe mit dem Liedtext. Da muss ich sagen: Wenn ein Notensatzprogramm so was "erzwingt", dann stellt sich schon die Frage, ob andere Programme das nicht besser können.

Die meiste Mühe hat das Textprogramm beim Suchen-und-Ersetzen.

Gute Vorbereitung erspart viel Arbeit.
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