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Autor Thema: capella 8, erste Erfahrungen  (Gelesen 835 mal)
brunsbox
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« am: 07. November 2017, 12:19:01 »


Nun, ab sofort kann sich jeder gegen Bares selbst ein Bild machen.
Du kannst 14 Tage mit allen Funktionen testen!
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BurkhardS
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« Antworten #1 am: 07. November 2017, 12:35:55 »

Nun, ab sofort kann sich jeder gegen Bares selbst ein Bild machen.

Genau das habe ich gerade mal getan, allerdings nicht gegen Bares sondern mit der Testversion.

Ich muss Torrente zustimmen: Leider hat sich an den Basics überhaupt nichts geändert.

Zugegeben: Die neue Oberfläche ist ja ganz schick und einfach und intuitiv zu bedienen, aber was dahinter stecht ist immer noch der alte Hut.

Meine Hauptkritikpunkte bleiben weiterhin bestehen:

- Viel zu frühe Verknüpfung von musikalischem Inhalt und Layout. Bei der Noteneingabe muss ich mich schon um Zeilenumbrüche kümmern, obwohl die sich ja noch ändern können, z.B. wenn in der ersten Stimme lauter lange Noten stehen und in der später eingegebenen nur 16tel.

- mangelhaftes Handling von transponierenden Instrumenten: Umschalten zwischen klingender und transponierter Darstellung geht nicht ohne weiteres. Man kann höchstens im Mustersystem jedes Instrument einzeln umstellen. Das muss auf Knopfdruck gehen, wie z.B. in MuseScore.

- Der "Stimmenauszug" ist ein Witz. Unterschiedlicher Zeilenumbruch oder Papierformat (hoch, quer) in Partitur und Einzelstimme geht nach wie vor nicht. Der Stimmenauszug blendet nur die überflüssigen Zeilen aus, mehr nicht. Soll ich dem Musiker ein Blatt im Querformat vorlegen, nur weil die Partitur im Querformal ist? Klar kann man das nacharbeiten, aber nur mit viel Aufwand. Außerdem müsste die Einzelstimme automatisch entsprechend dem Instrument transponiert werden, einschließlich eventuellem Wechsel der Schlüssels.

Und da gibt es noch mehrere kleinere Dinge, an denen man merkt das es Capella an musikalischer Intelligenz fehlt. Heute kam diese Ankündigung von Cap8 als Mail. Das dort verwendete Bild trifft es genau: Capella ist eine Notenschreibmaschine.

Das mag für Chöre und Posaunenchöre alles nicht so tragisch sein, und das ist ja wohl auch die Haoptclientel von Capella. Wenn jemand aber für andere Formationen schreibt, in der Einzelstimmen für transponierende Instrumente gebraucht werden, gibt es wesentlich bessere Software.

Tut mit leid, liebes Capella-Team, ich war von der ersten DOS-Version an dabei, aber diesen Versionswechsel mache ich nicht mehr mit.

Gruß
Burkhard
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brunsbox
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« Antworten #2 am: 07. November 2017, 12:41:27 »

Zitat
Meine Hauptkritikpunkte bleiben weiterhin bestehen:

- Viel zu frühe Verknüpfung von musikalischem Inhalt und Layout. Bei der Noteneingabe muss ich mich schon um Zeilenumbrüche kümmern, obwohl die sich ja noch ändern können, z.B. wenn in der ersten Stimme lauter lange Noten stehen und in der später eingegebenen nur 16tel.
Randausgleich abschalten und du kannst bis zum Ende in einem System durchschreiben (Bandwurmeingabe), danach machst Du die Partituraufteilung entweder manuell oder automatisch. Willst Du Teile automatisch aufteilen, mit gehaltener Alt-Taste den Bereich markieren dann Extras/Partituraufteilung
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oloola
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« Antworten #3 am: 07. November 2017, 15:42:21 »

Huch! Eine meiner Lieblingsschriften wird im Einfachtext im neuen capella 8 nicht mehr richtig dargestellt und auch nicht richtig ausgedruckt. Bei "Julius Becker" sind die Abstände der Buchstaben und Zahlen zu klein! Ist auch beim capella reader so. Hoffe sehr, sehr auf Besserung.
Paolo
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trabajamos
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« Antworten #4 am: 07. November 2017, 16:22:57 »

Konnte heute schon mal mit der Testversion arbeiten. Manches hat sich verbessert. Aber
Leider kann ich meinen Arbeitsplatz am Bildschirm nicht mehr so einrichten wie in Cap 7.
Ich arbeite als Linkshänder am PC mit der Maus links an meinem Eckplatz und kann mit dem Dialogfeld das rechts angeordnet ist nicht ergonomisch arbeiten. Ich brauche es links angedockt. Ebenso die Zoomfunktion etc die jetzt oben rechts fix angeordnet sind. Ich kann durch den beschränken Eckplatz weder die Position des Monitors noch die meines Sitzplatzes verändern.
Es kann doch kein Problem sein Anpassungen wie Verschiebbarkeit  bzw freie Positionwahl (Oder habe ich was übersehen ?)
des Bearbeiten Dialogfelds zu ermöglichen. (Wie bei meinem Grafikprogramm wo ich die diversen „Andockfenster“ frei positionieren kann) Die modernen Monitore sind sehr breit und dann ist das wichtigste Feld mit Abstand vom Notenblatt ganz rechts.
Ich hoffe auf ein baldiges Update. Ist ja noch neu CAP 8.

Gruß aus Innsbruck, Tirol
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notenfischer
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« Antworten #5 am: 07. November 2017, 18:55:07 »

Wer hat von Euch erste Erfahrungen mit capella 8
Und wer einmal bei capella auf der Internetseite ist kann dort folgendes Zitat lesen.
„Dennoch wurden alte Gewohnheiten nicht vergessen.”
Also nicht alle alten Dinge nochmals hier neu nennen.
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oloola
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« Antworten #6 am: 07. November 2017, 19:30:40 »

Und noch etwas:
capella 8 (war auch in capella 7 so): wenn man ein swing-Vorspiel wünscht, also "swing" hineinschreibt, gültig für das ganze System, und das Stück einen Auftakt hat, funktioniert der Swing beim Abspielen im 1.System noch nicht, erst ab dem 2.System. Hoffe auch hier auf Besserung.
Paolo
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Klaus
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« Antworten #7 am: 07. November 2017, 21:27:06 »

Seit heute steht die neue Version 8 zum Download bereit. Habe die Testversion downgeloadet und ein paar Noten eingegeben, um das Handling eines der ältesten Probleme zu begutachten: Die Bindebogensetzung.
Hier das Ergebnis:

Zum Vergrößern bitte anklicken.
Jeder möge sich selber ein Bild machen, wie er das findet... Traurig Ratlos Blöd
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oloola
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« Antworten #8 am: 07. November 2017, 21:30:00 »

und noch eine Präzision:
das Swing-Problem ergibt sich, wenn der Auftakt ein Achtel oder drei Achtel lang ist.
Paolo
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Cachsten
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« Antworten #9 am: 07. November 2017, 23:49:42 »

Ich persönliche finde es ja spannend, wie freimütig das Forum zur unverhohlenen Firmenwerbung benutzt wird... Ich habe an sich nichts gegen Werbung, aber an allen anderen Orten ist die gerecht zu bezahlen.

Wer verbietet dir denn, Werbung im Forum zu schalten!?  Keks
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Grüße, Carsten
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« Antworten #10 am: 08. November 2017, 01:00:32 »

Ich mache mich auch gerade mit der neuen Capella-Version vertraut, finde das neue Layout als Mix aus Desktop- und Touchideen aber recht eigenwillig und gewöhnungsbedürftig.

Ansichtssache: Die Bereichsanordnung ist Geschmackssache. Manko ist aber, dass für die eigentliche Arbeit am Notenblatt zu wenig Platz bleibt. Auch sind die einzelnen Elemente von unterschiedlicher Größe. Insbesondere die Temposteuerung und die Abspielfunktion drägen sich sehr stark in den Vordergrund, immerhin lässt sich die Temposteuerung ausblenden. Erst wenn man den Bearbeitungsbereich abwählt, bekommt man das Notenblatt voll zu sehen (auf kleinerem Bildschirm)

Umstellungssache: Ich glaube nicht, dass die Umstellung für jeden so einfach ist. Ich bin das Arbeiten mit den vielen Schaltflächen und mit der Maus gewohnt. Das Schnellste dürfte zwar sein, die Tastaturkürzel (die ich nur z.T. für die direkte Noteneingabe und die Veränderung der Tonlänge benutze) komplett zu lernen. Aber die Arbeitsbereiche wirken nicht aufgeräumt. Beispiel: warum bekomme ich beim Menü Einfügen etwas anderes als beim Arbeitsbereich Einfügen? Und der Liedtext wird doch auch eingefügt, steht jetzt aber im Menü unter Bearbeiten, während das im Bearbeitungsbereich daneben befindliche Feld Taktnummerierung im Menü unter Extras steht (Liedtext war früher auch unter Extras).

Drucksache: das Drucken aus dem Programm liefert nicht gleich gute Resultate wie manche PDF-Freeware. Das mag zwar an Qt liegen, aber unterschiedliche Halsstärken in der PDF-Ansicht am Rechner wirken da nicht so gut. Ist aber im übrigen ein Problem das (natürlich) auch bei dem Capella-Reader auftaucht.

Zwischenfazit: Capella ist in der eigentlichen Eingabe von Noten nicht besser, sondern anders geworden. Wirkliche Begeisterung hat die neue Version bei mir nicht ausgelöst. Damit sind aber wesentliche alte Themen nicht abgestellt worden. Hier sei mal nur aus Anwendersicht die komplizierte und behelfsmäßige Einfügung von Seitenzahlen und von Tempoangaben im Notenblatt nur via Skript genannt. Das sind wirklich zwei Standardaufgaben. Die zusätzlichen Funktion PDF-Druck aus Anwendung gab es bereits beim Reader (dafür allein bräuchte man die neue Version also nicht) und ist nicht ganz ideal gelöst. Die eigentliche Innovation ist damit die Musicalion-Anbindung, das ist dann auch das wirklich am Positivsten zu Erwähnende. Mit den neuen Exportmöglichkeiten habe ich mich noch nicht beschäftigt.

Übrigens: Die Noteneingabe per Maus sollte schleunigst nachgeholt werden. Solange bleibe ich (mindestens) bei Capella 7.1.
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Capella 7.1, Musescore 2.1
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« Antworten #11 am: 09. November 2017, 12:53:17 »

> Es kann doch kein Problem sein Anpassungen wie Verschiebbarkeit  bzw freie Positionwahl (Oder habe ich was übersehen ?)

Wir haben uns für ein stabiles Layout entschieden, damit man die Bereiche immer an derselben Stelle wiederfindet. Aber ich nehme Ihren Anwendungsfall gerne als Anregung für eine flexiblere Anordnung.

> capella 8 (war auch in capella 7 so): wenn man ein swing-Vorspiel wünscht, also "swing" hineinschreibt, gültig für das ganze System, und das Stück einen Auftakt hat, funktioniert der Swing beim Abspielen im 1.System noch nicht, erst ab dem 2.System.
> das Swing-Problem ergibt sich, wenn der Auftakt ein Achtel oder drei Achtel lang ist.

Danke für den Hinweis. Wir werden uns das Problem anschauen.

> Manko ist aber, dass für die eigentliche Arbeit am Notenblatt zu wenig Platz bleibt.

Wenn der Platz zu gering ist (z.B. bei einem kleinen Bildschirm), besteht die Möglichkeit, über die drei zentralen Buttons in der Symbolleiste oben die Bereiche links, rechts und oben schnell aus- und einzublenden.

> Übrigens: Die Noteneingabe per Maus sollte schleunigst nachgeholt werden. Solange bleibe ich (mindestens) bei Capella 7.1.

Ist für das erste größere Update vorgesehen.
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« Antworten #12 am: 09. November 2017, 19:02:22 »

Werde nicht in die Details gehen, nur kurz gesagt für mich ist das keine neue Version wo schnelleres Arbeiten oder vereinfachtes Arbeiten mit bringt, werde solang es geht bei meiner Version bleiben.
Es gibt ja auch noch andere Software.
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« Antworten #13 am: 11. November 2017, 00:36:52 »

Hallo Zusammen,
ich bin von capella 8 begeistert. Die Nachbearbeitung fehlerhafter Partituren geht mit cap. 8 deutlich schneller, da sich beim Anklicken der Objekte die Untermenues automatisch öffnen. Allein schon diese Neuerung rechtfertigt ein upgrade. Auch gefällt mir die "Anbindung" an musicalion gut. Kompliment an das capella-Team!

Viele Grüße,
Eberhard Bendel
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Herzliche Grüße, Eberhard alias Sänger
PeterBecker
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« Antworten #14 am: 11. November 2017, 10:02:11 »

Nachdem ich im Rahmen des Betatestes jetzt schon einige Zeit die Gelegenheit hatte mit Capella 8 zu arbeiten, muss ich jetzt doch einmal eine Lanze für dieses Produkt brechen.

Es stimmt, vom Notensatz her sind gegenüber 7.1 keine weltbewegende Unterschiede zu erkennen. Die Unterschiede liegen primär in der besseren Übersichtlichkeit und der besseren Handhabbarkeit. Viele Funktionen wurden überarbeitet und lassen sich jetzt einfacher handhaben. z.B.: Liedtext, Klangumleitung, Objekteigenschaften usw. Größere  Änderungen sind die Musicalion Anbindung und der Mac Support. Nachdem ich mich innerhalb kürzester Zeit orientiert hatte was jetzt wo zu finden ist, habe ich nur noch mit Capella 8 gearbeitet. Capella 7.1 habe ich dann nur noch benutzt um im Fehlerfalle zu vergleichen. Mittlerweile dreht sich 7.1 bei mir nur noch auf der Platte.

Ich kann verstehen, dass Menschen die ihre Lieblingsproblematik in Capella 8 nicht beantwortet sehen, frustriert sind, aber wie Capella ja schon angedeutet hat konnte nicht alles was geplant war mit der Erstveröffentlichung implementiert werden. Ich bin mir aber sicher dass da schrittweise noch einiges nachkommt. Zwar in kleinen Schritten, aber immerhin.

Für mich ist Capella 8 ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Wem die Fähigkeiten beim Notensatzes ( ja, Notensatz, nicht Schreibmaschiene ) nicht ausreichen, hat ja die Möglichkeit andere Produkte auf dem Markt zu testen und das zu finden das seinen Ansprüchen genügt.
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