Seiten: [1]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: MIDI-Export  (Gelesen 509 mal)
Klaus
Administrator
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 882



Profil anzeigen
« am: 21. Dezember 2017, 18:17:06 »

Ich nutze den MIDI-Export, um in einem anderen Programm Partituren neu einzulesen (Music XML geht dort nicht, falls jemand das fragen will).
Nun merke ich, dass MuseScore die MIDI-Daten beim Export regelrecht verunstaltet: Aus Viertelnoten werden punktierte Achtel mit angehängter 16zehntel-Pause - und zwar grundsätzlich und immer.
Gibt es eine Möglichkeit, dieses Verhalten abzustellen?

Wie gesagt: Ich brauche als Exportformat unabwendbar eine MIDI-Datei - und nichts anderes.
Gespeichert

Programme: MuseScore, PriMus Publisher; Betriebssystem: Windows 10 Home 64 Bit
Interessen: Kirchenmusik, Orgel [http://www.sakralorgelforum.de], Chor, Notensatz im Allgemeinen
musikai
Adept
**
Beiträge: 74


Profil anzeigen
« Antworten #1 am: 21. Dezember 2017, 19:31:24 »

Bist Du Dir sicher, dass Musescore das Problem hat?
Habe mit Musescore2.0.3, 2.1 und 2.2 jeweils Midi mit 4 Viertelnoten exportiert und in allen .mid-files sind die 4tel-Noten korrekt.
Gespeichert

Win7 Pro, Lubuntu 15.10, Sibelius 7.1.3
Free Project: LibreOffice Songbook Architect (LOSA)
http://struckkai.blogspot.de/2015/04/libreofficesongbookarchitect.html
Klaus
Administrator
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 882



Profil anzeigen
« Antworten #2 am: 21. Dezember 2017, 19:37:43 »

Nein, ich bin mir nicht sicher, dass MuseScore das Problem ist. Ich vermute es nur stark, da ich beim MIDI-Export aus PriMus keinerlei Probleme mit dem Re-Import habe.

Woran ersieht man in der von dir angehängten Grafik, dass die Viertel korrekt exportiert wurden?
Auf den ersten Blick sehe ich kleine "Pausen" zwischen den Vierteln (welche anscheinend nicht ihre volle Länge haben).
Gespeichert

Programme: MuseScore, PriMus Publisher; Betriebssystem: Windows 10 Home 64 Bit
Interessen: Kirchenmusik, Orgel [http://www.sakralorgelforum.de], Chor, Notensatz im Allgemeinen
musikai
Adept
**
Beiträge: 74


Profil anzeigen
« Antworten #3 am: 21. Dezember 2017, 20:33:00 »

Naja, stimmt. Auch 2 gebundene Noten würden ja nur eine Midi-Note ergeben. Dachte fälschlicherweise, man würde 2 Noten sehen. (edit: hab Deine Beschreibung völlig falsch verstanden).
Aber die kürzere Notendauer könnte tatsächlich der Grund sein, warum das Import-Programm misinterpretiert.
(Sibelius und Musescore importieren ohne Probleme)
Vielleicht gibt es in deinem Programm spezielle Import-Quantisierungs-Einstellmöglichkeiten.
Die kürzere Notendauer wäre muskalisch zwar nicht unbedingt falsch, aber ich würde mir wünschen, es gäbe in Musescore dafür eine Option, hab aber nichts gefunden. Wäre interessant, welche Rückmeldungen im offiziellen Forum kämen.
Gespeichert

Win7 Pro, Lubuntu 15.10, Sibelius 7.1.3
Free Project: LibreOffice Songbook Architect (LOSA)
http://struckkai.blogspot.de/2015/04/libreofficesongbookarchitect.html
Klaus
Administrator
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 882



Profil anzeigen
« Antworten #4 am: 21. Dezember 2017, 20:45:13 »

Nö, das Importprogramm ist in dieser Hinsicht nicht konfigurierbar... Ich wünschte, MuseScore wäre es...
Gespeichert

Programme: MuseScore, PriMus Publisher; Betriebssystem: Windows 10 Home 64 Bit
Interessen: Kirchenmusik, Orgel [http://www.sakralorgelforum.de], Chor, Notensatz im Allgemeinen
musikai
Adept
**
Beiträge: 74


Profil anzeigen
« Antworten #5 am: 21. Dezember 2017, 21:13:58 »

Ich werd mal nachfragen.
Ansonsten hilft vielleicht extra bearbeiten:
http://midieditor.sourceforge.net/index.php?category=intro
Gespeichert

Win7 Pro, Lubuntu 15.10, Sibelius 7.1.3
Free Project: LibreOffice Songbook Architect (LOSA)
http://struckkai.blogspot.de/2015/04/libreofficesongbookarchitect.html
musikai
Adept
**
Beiträge: 74


Profil anzeigen
« Antworten #6 am: 21. Dezember 2017, 22:32:41 »

https://musescore.org/en/node/267811
Bin gespannt, was für Antworten kommen.

Kleiner Workaround: Vor dem Export alles markieren und den Noten eine Tenuto-Artikulation setzen. Dann sind die Noten im Export wieder länger. Ist aber nur sinnvoll, wenn Deine Noten keine Staccato-Artikulationen besitzen, die überschrieben würden.
Gespeichert

Win7 Pro, Lubuntu 15.10, Sibelius 7.1.3
Free Project: LibreOffice Songbook Architect (LOSA)
http://struckkai.blogspot.de/2015/04/libreofficesongbookarchitect.html
Klaus
Administrator
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 882



Profil anzeigen
« Antworten #7 am: 23. Dezember 2017, 12:27:13 »

Danke für den Workaround, ich teste das bei nächster Gelegenheit.
Gespeichert

Programme: MuseScore, PriMus Publisher; Betriebssystem: Windows 10 Home 64 Bit
Interessen: Kirchenmusik, Orgel [http://www.sakralorgelforum.de], Chor, Notensatz im Allgemeinen
musikai
Adept
**
Beiträge: 74


Profil anzeigen
« Antworten #8 am: 23. Dezember 2017, 20:46:13 »

Es gibt mehrere Wege, wie aus dem offiziellen Musescore forum zu erfahren ist.
Hier nochmal auf deutsch:
Für die Instrumente Klavier und Flöte ist in MS eine leicht kürzere Notendauer voreingestellt.
statt
Code:
<gateTime>100</gateTime>
ist bei ihnen
Code:
<gateTime>95</gateTime>
gesetzt. (D.h. dein Midi-in-Programm misinterpretiert die Midi-Noten recht extrem)
Edit: selbst bei 100 sind die Noten minimal zu kurz.
Man kann eine eigene instruments.xml editieren und in MS unter Voreinstellungen->Partitur in den 2.Slot laden. (Eine Vorlagen-instruments.xml findet sich im Ordner "instruments". Diese kann man benutzen, muss aber jedenfalls in den obigen Schritt vornehmen)
Wenn Du nun eine neue Partitur ganz leer erstellst und die Instrumente selbst wählst, basieren diese auf der instruments.xml.
Allerdings sind die Instrumenten-Einstellungen auch in jeder gespeicherten .mscz (bzw. entzippten .mscx) gespeichert und haben Vorrang. (Auch alle Vorlagen sind "hart" formatiert")
Hier müsstest Du entweder in der Partitur das Instrument neu zuweisen, oder die Zeilen in der .mscx-Datei im Texteditor ändern.
Ich häng mal eine instruments.xml Datei an, in der auch die Klaviere und Flöten 100%-Länge spielen. (von png nach zip ändern)
Gespeichert

Win7 Pro, Lubuntu 15.10, Sibelius 7.1.3
Free Project: LibreOffice Songbook Architect (LOSA)
http://struckkai.blogspot.de/2015/04/libreofficesongbookarchitect.html
Klaus
Administrator
Allwissendes Orakel
*****
Beiträge: 882



Profil anzeigen
« Antworten #9 am: 23. Dezember 2017, 21:39:20 »

Danke für die viele Mühe.
Habe deine angehängte Datei downgeloadet, in instruments.zip umbenannt, entpackt und die darin enthaltene xml-Datei in den Ordner "instruments" unter MuseScore kopiert.

Danach habe ich MuseScore gestartet und einen MIDI-Export initiiert. Beim Importieren der MuseScore-MIDI war das Ergebnis wie zuvor... Viertelnoten werden als punktierte Achtel mit anschl. 16telpause dargestellt.

D.h.: Kein Effekt.
Gespeichert

Programme: MuseScore, PriMus Publisher; Betriebssystem: Windows 10 Home 64 Bit
Interessen: Kirchenmusik, Orgel [http://www.sakralorgelforum.de], Chor, Notensatz im Allgemeinen
musikai
Adept
**
Beiträge: 74


Profil anzeigen
« Antworten #10 am: 23. Dezember 2017, 22:08:58 »

Edit: Frohe Weihnacht!
Die datei muss in ms geladen werden. Dann Neustart. Dann erneut der notenzeile das instrument klavier zuweisen. Auch andere möglichkeiten sind oben beschrieben.
Wie ich jetzt herausgefunden habe, sind selbst bei der Einstellung
Code:
<gateTime>100</gateTime>
die Midi-Noten minimal zu kurz.
Gespeichert

Win7 Pro, Lubuntu 15.10, Sibelius 7.1.3
Free Project: LibreOffice Songbook Architect (LOSA)
http://struckkai.blogspot.de/2015/04/libreofficesongbookarchitect.html
Seiten: [1]   Nach oben
Drucken
 
Gehe zu: