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Autor Thema: Allgemeiner Frust  (Gelesen 958 mal)
Klaus
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« Antworten #15 am: 30. Mai 2018, 08:35:30 »

Auch ein User namens d.hoernel - laut Impressum offenbar der Vorstand bei capella-software - ist bei uns im Forum angemeldet und hat rund um das Erscheinen von capella 8 hier kräftig (und kostenlos!) die Werbetrommel gerührt.

Damit ich nicht missverstanden werde:
Es geht mir gewiss nicht darum, einen Shitstorm gegen capella-software zu entfesseln. Schlau

Aber ich lade herzlich ein, mit der Kundschaft (und der potenziellen Kundschaft) in einen Dialog einzutreten - zum allseitigen Gewinn. Es können sowohl Produkt als auch Kunden nur profitieren, wenn es zu einem konstruktiven Austausch kommt.

Für diesen Dialog stelle ich unser Forum gerne zur Verfügung.
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sopran55
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« Antworten #16 am: 31. Mai 2018, 14:43:28 »

Habe mich schon lange nicht mehr Gemeldet.
"Allgemeiner Frust" (Enttäuschung)
Ich gehe nicht aufs Fachliches seitens PC oder Software sondern allgemein.
Seit 1990 bin ich ein treuer capella Benutzer habe auch die Nachteile wegen nicht EU wie Zollgebühren hin genommen.
Habe alle Programme die cappela ausgegeben hat, habe vielleicht ein zwei mal andere Software angeschaut aber immer wieder zu capella zurück in der Überzeugung da stimmt alles.
Doch wen ich für eine Software Bezahlen soll wo fas keine Änderungen gemacht worden sind muss ich mir sagen Stopp, habe die Testversion ausprobiert. Capella kann froh sein das so viele treue Benutzer hat die mit allem möglichkeinen (Plug-Ins) probieren die Software auf eine Stand zu bringen das nicht alle Benutzer abspringen.
Es kann doch nicht sein das eine neue Version ausgegeben wird und innert kurzer Zeit so viele Wünsche und Verbesserungen notwendig wären.
Werde auch eine von denen sein die sich langsam abwendet von capella.


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d.hoernel
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« Antworten #17 am: 02. Juni 2018, 12:20:42 »

Hallo asterdos, fawe und andere,

> Bitte gehen Sie bei einer neuen Programmversion nicht hinter bereits Funktionierendes zurück!

Das ist keineswegs unsere Absicht: Wir haben trotz der weitgehenden Neuentwicklung der Oberfläche die Funktionalität von capella 7 übernommen. Hinzu gekommen ist ein neues Bedienkonzept, das eine schnelle und intuitive Noteneingabe und -bearbeitung ermöglicht und weitere nützliche Funktionen, auf die ich ja an anderer Stelle in diesem Forum bereits hingewiesen habe.

> Was ist also das "Besondere" an Capella, weshalb ich es weiter verwenden sollte?

Die oben genannten Verbesserungen haben, auch wenn sie von einigen hier im Forum nicht goutiert werden, die meisten unserer Kunden überzeugt, wie auch aus den Kommentaren in unserem Blog deutlich wird. Mir ist auch nicht ganz klar, worin der große "wirtschaftliche Verlust" bestehen soll: Das relativ kostengünstige Update auf capella ermöglicht ein effizienteres Arbeiten, da sollte sich die Investition schnell amortisieren.

> Werden die seit Jahrzehnten(!) angemahnten grundlegenden Notensatzfehler irgendwann gelöst

Es ist so wie mit jeder über Jahrzehnte gereiften Software: Mit dem Funktionsumfang wächst auch die Anzahl der Fehler, und ganz fehlerfrei wird sie nie sein. Was die Notensatzfehler angeht, so war es unser Bestreben, zunächst die "Kinderkrankheiten" der neuen capella-Version zu beheben. In den folgenden kostenlosen Updates werden wir schrittweise auch Verbesserungen beim Notensatz liefern.

> Warum soll ich Studenten Capella empfehlen, wenn sie Finale für weniger als die Hälfte bekommen, oder das inzwischen auch von großen Verlagen teilweise akzeptierte MuseScore für lau?

Weil es einfacher ist, sich in capella einzuarbeiten als in Finale, und weil wir unsere Kunden aktiv (telefonisch und per E-Mail) bei ihrer Arbeit unterstützen.

> Liegt irgendein Zwang auf dem User, capelle trotz aller Frustration zu verwenden?

Nein, natürlich nicht. Es steht jedem frei, sich für ein hochpreisigeres Notensatzprogramm wie Dorico zu entscheiden, wenn capella den Ansprüchen nicht mehr genügt.

> Gibt es denn ein Notensatzprogramm in diesem Preissegment, das ohne Fehler und Unzulänglichkeiten ist?

Das bezweifle ich (s.o.).

> Bei der Gelegenheit sieht man übrigens einen Uraltbug: das doppelte Kreuz (fisis im Notensatz) ist per Default deutlich zu eng an die Noten gebungen.

Danke für den Hinweis.

> Warum kann nicht von kompetenter Seite sachgerecht in diese Diskussion eingegriffen werden?

Seien Sie versichert, wir lesen im Forum mit, auch wenn wir nicht auf jedes Thema antworten. Wir freuen uns über konkrete Hinweise auf Fehler und Verbesserungsvorschläge. Wenn es schneller gehen soll, bitte eine E-Mail an info@capella-software.com schicken.

Dominik
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« Antworten #18 am: 02. Juni 2018, 12:34:28 »

Was die Notensatzfehler angeht, so war es unser Bestreben, zunächst die "Kinderkrankheiten" der neuen capella-Version zu beheben. In den folgenden kostenlosen Updates werden wir schrittweise auch Verbesserungen beim Notensatz liefern.
Ich denke, genau diese Reihenfolge ist die Ursache für den gesammelten "Frust". Wie wäre es, wenn es für Capella - so wie es bei vielen Software Paketen üblich ist - mal einen "Feature Freeze" gäbe. Also:

  • Keine (!) weitere Arbeit an "neuen" Funktionen,
    solange bis
  • ein Großteil der bekannten Fehler final (!) behoben ist.
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flordieter
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« Antworten #19 am: 02. Juni 2018, 12:54:34 »

Hallo Dominik,

genauso habe ich mir das vorgestellt.   Dankeschön
Auf "Gemecker" (oft sicher auch berechtigt) eine klare und kompetente Antwort geben. Ruhig auch öfters, ich denke, das zahlt sich aus.
Mir zum Beispiel ist es einfach wichtig den Eindruck zu haben, dass man ernst genommen wird. Und das vermittelt eine Antwort. Dabei ist es nicht so wichtig, ob ich derselben Meinung bin wie Ihr, denn jeder bewertet einen Sachverhalt anders.
Deshalb:  Bitte öfters auf die Wünsche und Kritik hier eingehen, das hilft enorm.   Freundensprung

Gruß Rolf
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asterdos
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« Antworten #20 am: 02. Juni 2018, 13:33:14 »

Moin, Dominik,
herzlichen Dank, dass seitens capella-Software auf unsere Anmerkungen (vulgo: Meckereien) reagiert wird.

Die neue Bedienoberfläche in capella8 ist mit Sicherheit durchdacht und macht auch einen übersichtlicheren Eindruck; wenn man sich erst einmal umgewöhnt hat, dürfte die Arbeit deutlich vereinfacht werden.

Nur erwarte ich von einer völlig neuen Version, wie von vielen Forumanten immer wieder angemerkt, eine deutlichere Annäherung an die Vorgaben der "Notensatzbibel" von Elaine Gould, was sich capella-Software ja auch ausdrücklich auf die Fahnen geschrieben hat.

Mit zurückgehen hinter die Möglichkeiten der Vorgängerversion meinte ich, dass Änderungen, wie von Nobbie beschrieben, nicht vorkommen dürf(t)en.

Mich schmerzt wirklich sehr der Wegfall des Fadenkreuzes, das ich sehr intensiv nutze, vertikal und horizontal.

Ferner stimmt nach wie vor etwas nicht mit den Abständen gruppierter Textfelder - das Problem habe ich mittlerweile bei mir auch an anderen Stellen gefunden, es ist also nicht nur auf die Verknüpfungen mit georgischer Schrift beschränkt.

Ich denke nicht, dass ich nach all den Jahrzehnten mit capella - zumal in meinem Alter - noch auf ein anderes Programm wechseln werde; sich dort einarbeiten, Fehler entdecken, neuen Frust aufbauen - das ist mir der ganze Aufwand nicht wert, zumal ich wegen meiner bisher erstellten Noten immer noch capella7 in der Hinterhand halten müsste.

Letztlich habe ich bisher noch jedes Problem in capella irgendwie lösen können, wenn auch mit vielen Tricks, mitunter fürchterlichem Geschimpfe (das befreit!) und erheblichem Zeitaufwand.

Nach wie vor bin ich guter Hoffnung, dass bald noch so Einiges besser werden wird...

Viele Grüße, asterdos
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Klaus
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« Antworten #21 am: 02. Juni 2018, 14:02:34 »

Habe gerade versucht, mittels capella-Demoversion ein bestimmtes Notenbeispiel zu realisieren.
Ich habe noch während der Arbeit aufgegeben, da mich das "Flackern", sobald der Mauszeiger auf Noten- oder Textelemente trifft, fertig macht. Kein anderes Programm tut das.
Naja, wers mag... Ratlos

Auch die Einzelumrandungen (alle unterschiedlich groß noch dazu) für sämtliche Notensatzelemente, wenn man einen Bereich markiert, verursachen eine große Unruhe beim Betrachten. Nein, damit kann ich auf keinen Fall arbeiten.
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« Antworten #22 am: 02. Juni 2018, 14:48:41 »

 Ratlos
Was für ein Flackern???

Bei mir flackert schon lange nichts mehr; ich meine mich zu erinnern, dass mal bei einer Uraltversion (capella 1.5 oder 2.x) der Bildschirm jedesmal nach einer Eingabe neu aufgebaut wurde - das war aber beim folgenden Update ausgebügelt.

Würde bei mir das Flackern auftreten, hätte ich meinen Grafiktreiber im Verdacht, aber das hast Du garantiert bereits ausgeschlossen. Du siehst mich ratlos.

VG, asterdos
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« Antworten #23 am: 02. Juni 2018, 14:58:06 »

Es ist ja so, dass jedes Mal, wenn der Mauszeiger irgendein Element berührt, dieses Element grau hinterlegt wird. Das passiert auch bei Textelementen, Notenzeilen, Notenschlüsseln, ... also bei allem. Wahrscheinlich ist es als Service gedacht, dass man immer sofort feststellen kann, wo man ist. Ich finde es aber auch störend.
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asterdos
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« Antworten #24 am: 02. Juni 2018, 15:00:15 »

Ja, aber da flackert doch nichts!?
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« Antworten #25 am: 02. Juni 2018, 15:17:21 »

Zitat Asterdos:

"...Ferner stimmt nach wie vor etwas nicht mit den Abständen gruppierter Textfelder - das Problem habe ich mittlerweile bei mir auch an anderen Stellen gefunden, es ist also nicht nur auf die Verknüpfungen mit georgischer Schrift beschränkt..."

 Lupe

- nun habe ich doch noch einen "Verbündeten" gefunden - bisher habe ich mich nur gewundert ob der eigensinnigen Reaktionen von Textfeldern (z. B. weitere Strophen) wenn man diese am Notenblatt platzieren will und hin und her und auf und ab schiebt bis es gefällig ist.....wenn auch noch nicht "GOULD"-mässig.....

 Kopfkratzen
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Vielen Dank,
Gruss Gust

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« Antworten #26 am: 02. Juni 2018, 15:42:04 »

jedes Mal, wenn der Mauszeiger irgendein Element berührt, [wird] dieses Element grau hinterlegt. Das passiert auch bei Textelementen, Notenzeilen, Notenschlüsseln, ... also bei allem. (...) Ich finde es aber auch störend.
Das hatte ich gemeint. Genau.
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« Antworten #27 am: 02. Juni 2018, 17:57:48 »

@ Klaus
Also ich finde das farbige Unterlegen der aktuellen Mausposition als äußerst hilfreich!
Wenn die Maus an einer bestimmten Position verharrt, flackert nichts und man sieht klar und deutlich, in welcher Zeile/Stimme man sich befindet und vor allem auf welche Noten bzw. welchen Notenkopf sich eine künftige Aktion beziehen würde. Ich finde das sehr gelungen.

@Allgemein:
Insgesamt geht die Noteneingabe und Editierung mit dem wirklich zukunftsweisenden, auf den Bedarf reagierenden neuen Bedienkonzept deutlich flotter von der Hand.

Die Noteneingabe und erst das Noten(Kopf)-Verschieben mit der Maus, meiner bescheidenen Meinung nach äußerst gelungen!

Im Notensatz hoffe auch ich noch auf einige Verbesserungen, bin mir aber sicher, daß man sich, wie oben versprochen, darum kümmern wird.
 
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« Antworten #28 am: 02. Juni 2018, 18:35:28 »

An der jetzigen Diskussion sieht man sehr deutlich, dass die Meinungen doch weit auseinander gehen, ja teilweise  konträr sind. Was der eine schlecht findet ist für den anderen ein gelungenes Feature.
Das heißt wir sollten bei manchen Dingen akzeptieren, dass ein Programm es nicht allen recht machen kann.

Gruß Rolf
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« Antworten #29 am: 02. Juni 2018, 22:45:06 »

Hallo zusammen,

nachdem ich in der Replik weiter oben persönlich angesprochen wurde, will ich mich noch mit einigen Bemerkungen melden. Vieles sind nur Beispiele, die jeder hier vermutlich in seine Richtung erweitern könnte.
Zunächst möchte auch ich mich für das "Lebenszeichen" von Capella bedanken. Ich hoffe, es geht in dieser Richtung hier im Forum weiter.
Auch finde ich die Weiterentwicklung von Capella grundsätzlich nicht negativ, im Gegenteil. Natürlich muss und soll sich etwas "bewegen", aber nach dem großen Tamtam, mit dem Capella 8 angekündigt wurde, sind halt viele langjährige Nutzer schwer enttäuscht, welcher Rohrkrepierer ihnen nach so langer Warte gerade hinsichtlich der Verbesserungen im Notensatz angeboten wurde.

Der Wunsch, nicht hinter Funktionierendes zurückzugehen, ist - gerade vor dem Hintergrund dessen, woraus dieser Thread entstanden ist (Nobbies verschoben dargestellte Noten) - durchaus berechtigt. Die Einstellung von Notenabständen ist oft ein heikles Problem, gerade, wenn man einen sehr engen Notensatz produzieren muss. Und manchmal ist es auch notwendig, dass die Notenköpfe in den Stimmen nicht "versetzt" angezeigt werden. Wenn man schon die automatische Verschiebung als Weiterentwicklung verkauft, sollte man die Noten zumindest wieder exakt aufeinander legen können, wenn man das will.

Die Kommentare aus dem Blog habe ich gelesen, aber ganz ehrlich: Der gesamte "Blog" überzeugt mich wenig. Ist die Nutzerfrequenz in diesem Forum schon manchmal mau gewesen, so rührt sich dort noch weniger. Die Kommentare hier finde ich insgesamt fundierter - wenn auch deutlich kritischer.

Etwas sprachlos macht mich dieser Absatz:
Zitat
Werden die seit Jahrzehnten(!) angemahnten grundlegenden Notensatzfehler irgendwann gelöst?
Es ist so wie mit jeder über Jahrzehnte gereiften Software: Mit dem Funktionsumfang wächst auch die Anzahl der Fehler, und ganz fehlerfrei wird sie nie sein. Was die Notensatzfehler angeht, so war es unser Bestreben, zunächst die "Kinderkrankheiten" der neuen capella-Version zu beheben. In den folgenden kostenlosen Updates werden wir schrittweise auch Verbesserungen beim Notensatz liefern.
Ich muss da Bassklampfe voll zustimmen: Keine neuen Features (und auch keine neuen "Features"), solange man nicht die lange Liste der sonstigen Böcke grundlegend abgebaut hat. Die Wunschliste dieses Forums ist voll davon, und jeder hier könnte wohl einen weiteren Schwung beitragen. Mit der oben geschilderten Philosophie wäre ich bei meinen Datenbankentwicklungen usw. schon längst am Ende. Wie gesagt: Aus den kleinen Böcken entwickeln sich oft die großen, und die Arbeit summiert sich immer dann, wenn man sie nicht gleich anpackt.

Über die Antwort auf die Frage nach der Verwendung von Capella bei Studenten (bzgl. fehlende Studentenversion) kann ich nur schmunzeln: Hier ist nach meiner Erfahrung der Geldbeutel wichtiger, als die leichte Einarbeitung. Für die Seminararbeit etc. reicht oft Musescore. Das ist kostenlos und man bringt es sich gegenseitig bei. Etwas Interessiertere machen ihre Sachen auch mal mit Lilypond. Wer aber auch in Verlagen weiterkommen will, schafft sich entweder Finale oder Sibelius drauf. Und Finale einfach deshalb, weil man zu einem günstigen Preis eine seit Jahren ausgereifte Software bekommt. Für den Support per Mail oder Telefon ist diese Zielgruppe - mit Verlaub - zu jung.

Natürlich kann es Capella nicht allen recht machen. Verlangt auch keiner, ich auch nicht. Ich würde mir nur wünschen, dass man auch die (vermeintlich) "überkritischen" Nutzer ernst nimmt. Das nächste große Feature sollte nicht irgend ein blinkendes (oder nicht blinkendes) Objekt sein, wenn man mit der Maus darüberfährt.
Das nächste echt große Feature wäre: Eine Version, die Elaine Goulds Regelwerk umsetzt, aber doch noch die Freiheit erlaubt, mal anders zu entscheiden. Das war und ist nämlich die große Kunst des Notensatzes: Regeln zu haben, die aber im Bedarfsfall auch einmal "nicht funktionieren" dürfen - weil der Künstler weiter denkt, als jeder Setzer.

Gruß, fawe
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