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Autor Thema: Vergleich von Notensatzprogrammen  (Gelesen 5894 mal)
groepaz
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« Antworten #15 am: 17. August 2010, 19:06:09 »

Hallo zusammen, ich nin hier neu und hoffe, ihr könnt mir helfen.
Ich beabsichtige, mir ein Notationsprogramm zuzulegen.

Ich habe mich bereits intensiv mit dem tollen Forum hier sowie mit diversen Demos der in Frage kommenden Programme beschäftigt, komme aber so recht nicht auf ein Ergebnis.

Meine Anforderungen an das Programm:
Ich schreibe gelegentlich Arrangements für grosse Blasorchester, brauche also etwas, das mir > 30 Systeme ermöglicht und diese auch bezeichnen kann.
Eigentlich ist die Auswahl bereits auf Finale gefallen, da ich da mit einer älteren Version schon länger gearbeitet habe und mich einigermaßen auskenne.

Nun kommt PriMus in´s Spiel!

Folgende Fragen: Kann man da so eine umfangreiche Partitur anlegen, die automatisch dann sie Stimmen anlegt und mich diese auch bearbeiten lässt (Systemgrössen, Layout (--> Takte pro System, Anzahl Systeme pro Seite...), Format usw.)???

NICHT relevant sind für mich irgendwelche MIDI-Geschichten, Tabulatoren, Liedtexte usw.

Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen, ich sitze momentan so richtig  zwischen den Stühlen!
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Cachsten
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« Antworten #16 am: 17. August 2010, 20:50:24 »

Zitat von: "groepaz"
Meine Anforderungen an das Programm:
Ich brauche etwas, das mir > 30 Systeme ermöglicht und diese auch bezeichnen kann. Eigentlich ist die Auswahl bereits auf Finale gefallen, da ich da mit einer älteren Version schon länger gearbeitet habe und mich einigermaßen auskenne.
Hast du PriMus denn schon mal als Testversion probiert? Geht alles recht easy... Lad sie dir doch einfach mal runter. --> http://www.columbussoft.de/downloads.php

Es sollte viele Programme geben, die deine geschilderten Anforderungen erfüllen können... auch PriMus (oder Finale) gehören dazu. Was du schilderst, gehört zu den absoluten Standardfunktionen eines jeden professionellen Notensatzprogramms.

Die Frage ist immer, wie gut oder intuitiv einzelne Dinge mit dem jeweiligen Programm zu lösen sind. Wenn man an Finale gewöhnt ist, liefert es sicherlich erstklassige Ergebnisse.
Die Erfahrung sagt aber: Gelegenheitsnutzer profitieren von der intuitiven Bediehung von PriMus und kommen mit diesem weitaus besser zum Ziel...

Zitat von: "groepaz"
Folgende Fragen: Kann man da so eine umfangreiche Partitur anlegen, die automatisch dann sie Stimmen anlegt und mich diese auch bearbeiten lässt (Systemgrössen, Layout (--> Takte pro System, Anzahl Systeme pro Seite...), Format usw.)???
Ja. Smile
...und um das mit Leben zu füllen , hier gleich ein paar Tipps:
- "Datei --> Neu --> Partiturassistent --> Blechbläser ... (Blatt individuel zusammenstellen, so werden dann auch gleich die entsprechenden Transpositionen übernommen)"
- Bei Partituren mit mehr als 12 System am besten in der Rollenansicht arbeiten (F1 drücken)
- Systemgrößen gehen leicht zu verändern mit den Schortcuts [Str]+[Umschalt]+
  • bzw. [Str]+[Umschalt]+[-]
- für alles weitere (Systemnamen etc.) siehe  "System --> Einstellungen"
- Layouttechnisches entweder einfach [Umschalt)-Taste drücken und umherziehen, oder aber folgende Funktionen angucken:
* "Dokument --> Seitenlayout erstellen"
* "Stück --> Zeilenformatierung"
* "Stück --> Systemabstände"
* "Stück --> Positionierung"

Außerdem empfehle ich mal mit dem Formatierungsfenster rumzuspielen.
siehe hier:

(http://picasaweb.google.fr/lh/photo/BPX ... directlink)

So long, viel Erfolg beim Ausprobieren! Smile
Carsten
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Grüße, Carsten
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PriMus Publisher 1.1 und Sibelius 7, unter Windows 8.1 x64. Klassische und E-Gitarre.
Klaus
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« Antworten #17 am: 17. August 2010, 22:00:36 »

An manchen Dingen merke ich, dass ich PriMus auch noch nicht so gut kenne.
Wie komme ich den zu dem oben gezeigten Formatierungsfenster?  :hm:
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« Antworten #18 am: 18. August 2010, 06:58:25 »

Zitat von: "Klaus"
Wie komme ich den zu dem oben gezeigten Formatierungsfenster?

Normalerweise versteckt es sich als Element in dem Toolbox-Bar ganz unten. Ein- bzw ausblenden kannst Du es mit "Ansicht/Formatierung" oder [Num-3]. In den Bar ein- oder ausdocken (dann hast Du ein echtes Fenster) per Doppelklick.

Grüße Jørgen
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« Antworten #19 am: 18. August 2010, 21:54:18 »

ah, fiel mir nie auf. danke! Smile
aber ich stelle fest: sehr feinmaschig ist die auflösung der taktbreiten und abstandseinstellungen nicht... von 8 auf 16 usw.
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« Antworten #20 am: 18. August 2010, 22:15:17 »

Zitat von: "Klaus"
aber ich stelle fest: sehr feinmaschig ist die auflösung der taktbreiten und abstandseinstellungen nicht... von 8 auf 16 usw.
Das hängt immer sehr vom Stück ab. Um die +/- Buttons für die Taktbreite sinnvoll zu nutzen, sollte man die Ansicht so verkleinert darstellen, dass man alle Seiten, aber insbesondere auch die letzte Seite der Partitur sieht. Dann erkennt man nämlich, das PriMus die Änderung so staffelt, das immer genau ein System dazukommt oder entfernt wird.
Bei einem Stück mit wenigen Systemen kommen dabei natürlich gröbere Schritte zustande als bei einer Partitur über 40 Seiten.
 Grüße Jørgen

PS: Nichtsdestotrotz würde ich mir an dieser (wie auch an vielen anderen Stellen bei PriMus) die zusätzliche Möglichkeit einer exakten numerischen Eingabe wünschen.
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Klaus
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« Antworten #21 am: 18. August 2010, 22:43:48 »

Zitat von: "bassklampfe"
Nichtsdestotrotz würde ich mir an dieser (wie auch an vielen anderen Stellen bei PriMus) die zusätzliche Möglichkeit einer exakten numerischen Eingabe wünschen.


ICH AUCH! Und zwar dringend und bald...
Herr Schardt?
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groepaz
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« Antworten #22 am: 19. August 2010, 18:47:30 »

Für mich ist die Sache erst mal durch, ich habe mir das Finale geholt.
Da kenne ich mich eben (für meine Verhältnisse zumindest) weitestgehend aus und muß nicht ganz bei 0 anfangen!
Ausserdem habe ich dank siner beruflichen Weiterbildung gerade einen Schülerausweis, damit ist das ganze für mich bzw. den Verein noch einigermaßen erschwinglich! Zwinker

Danke euch für euere Hilfe!
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Christof Schardt
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« Antworten #23 am: 25. August 2010, 09:33:43 »

Zitat von: "Klaus"
Zitat von: "bassklampfe"
Nichtsdestotrotz würde ich mir an dieser (wie auch an vielen anderen Stellen bei PriMus) die zusätzliche Möglichkeit einer exakten numerischen Eingabe wünschen.

ICH AUCH! Und zwar dringend und bald...
Herr Schardt?


In der nächsten Version wird man die Taktstriche frei mit der Maus verschieben können und damit jeden Takt auf den hundertstel Millimeter genau ausrichten. Wahlweise kann man auch äquidistante Taktstriche vorgeben (z.B. für 4er-Schemen im Jazz/Pop).
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Gruß Christof
Anonymous
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« Antworten #24 am: 25. August 2010, 14:15:44 »

Primus wird für mich erst interessant wenn ich zum Abspielen auch VST Geräte einbinden und Noten mit der Tatatur eingeben kann. Das Abspielen muß aber auch Dynamik, Tempoänderungen etc, analog capella, können.
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Klaus
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« Antworten #25 am: 25. August 2010, 21:22:38 »

Zitat von: "Christof Schardt"
In der nächsten Version wird man die Taktstriche frei mit der Maus verschieben können und damit jeden Takt auf den hundertstel Millimeter genau ausrichten. Wahlweise kann man auch äquidistante Taktstriche vorgeben (z.B. für 4er-Schemen im Jazz/Pop).

Das ist zwar eine feine Neuerung, aber hat mit einer dialoggesteuerten Positionierung nichts zu tun. Für mich bleibt es ein großes Manko von PriMus, dass man zB Strofenabstände nicht durch eine ZAHL definieren kann. So gerät das Layout schnell zum nervenaufreibenden Hin- und Herschieben mit ungewissem Erfolg.
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« Antworten #26 am: 25. August 2010, 22:07:50 »

Zitat von: "Klaus"
Das ist zwar eine feine Neuerung, aber hat mit einer dialoggesteuerten Positionierung nichts zu tun. Für mich bleibt es ein großes Manko von PriMus, dass man zB Strofenabstände nicht durch eine ZAHL definieren kann. So gerät das Layout schnell zum nervenaufreibenden Hin- und Herschieben mit ungewissem Erfolg.

Ich würde mir das so wünschen wie in CAD Programmen üblich. Dort kann man jede Verschiebung/Positionierung mit einer Zahleneingabe beenden.

Bei den meisten Verschiebereien zeigt Primus ja schon den Abstand in mm an. Ich würde mir jetzt vorstellen, dass man dann einfach anfängt eine Zahl einzugeben und das Anzeigetooltip wird dann zur Eingabebox.
Wert eingegeben, Enter, Fertig!

Grüße Jørgen
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chp
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« Antworten #27 am: 09. September 2010, 22:07:15 »

Hallo,

nach diversem Kleinkram sitze ich jetzt an einem ersten etwas größeren Projekt mit ScorePerfect: Transkription des Valse Triste von Sibelius für Orgel. Ich habe dazu zunächst eine Klavier-Transkription als Grundlage (sowie diverse DeineRöhre-Videos), verwende aber auch eine Partiturausgabe, um zu sehen, wie man am besten für die Orgel die Stimmen auswählt oder die Aufteilung auf Manuale und Pedal macht, um nahe am Original zu bleiben.

Und was soll ich sagen? Nachdem ich das Tutorial im Handbuch durchgelesen habe (gute Stunde), bin ich mit der Aufgabe gut zurecht gekommen, gelegentlich nur schlage ich Funktionen im Handbuch nach. Die Möglichkeit, Stimmen in einem System zusammenzuführen und zu trennen, die Systeme beliebig umzustellen, neu zusammenzuführen etc., ist für mich wirklich unschätzbar wichtig. So hatte ich zunächst die Melodiestimme (Cello und 1. Violine) ins obere System gelegt, dann aber festgestellt, dass das Cello eigentlich die zentrale Rolle hat. Also oberes System kopiert (dupliziert), eines davon zwischen Begleitung und Pedal geschoben und weiterbearbeitet. Das andere mit der Begleitung in ein System zusammengeführt. Dauerte nicht länger als die Beschreibung hier. Das finde ich klasse. Und wenn ich eine andere Idee für das Arrangement haben sollte, kann ich das wieder zerlegen, umstellen und neu zusammenstellen.

Sicher muste ich auch mal scharf nachdenken und tricksen (doppelte Legatobögen), es ging aber bisher alles so, wie ich es haben wollte.

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.
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