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Autor Thema: Capriccio: Katastrophales Benutzerinterface  (Gelesen 1646 mal)
Anonymous
Gast
« Antworten #15 am: 30. Oktober 2010, 21:20:39 »

Hallo Herr Koch,

jetzt klinke ich mich doch noch mal in diesen Thread ein. Ich habe vor ein paar Jahren Capriccio gekauft, um MIDI-Dateien bearbeiten zu können. Ich benötige keine Software, um MIDI-Equipment auf der Bühne zu steuern. Allenfalls meinen Roland Sound Canvas steure ich schon mal etwas spezieller an. Von den Fähigkeiten her ist Capriccio für die MIDI-Bearbeitung durchaus geeignet. Ja, ich habe nicht allzu große Erfahrung mit Capriccio, das ist richtig, aber dafür gibt es einen ganz klaren Grund. Vom ersten Tag an hat sich Capriccio von der Bedienung her als so unzugänglich gezeigt, das ich es nur für das Nötigste benutze. Schade, denn Capriccio kann deutlich mehr. Ich würde Capriccio deutlich häufiger benutzen, wenn ich nicht jedesmal mehr oder weniger erfolgreich nach den einfachsten Dingen suchen müßte.

Vielleicht ist der Gedanke doch nicht so falsch, das eine intuitivere Bedienung und eine Anpassung an übliche Konventionen Capriccio einem größeren Kundenkreis erschließen könnte und Bestandskunden zufriedener machen könnte.

So stellt sich mir jedoch die Frage, ob es nicht ein besseres Programm für meine Zwecke gibt - ich kenne allerdings keines - und erst recht keines, das sich mit Capella versteht. Gerade letzteres impliziert, das Capriccio durchaus nicht wenige Anwender haben dürfte, die sich vorranging mit dem Notensatz beschäftigen und Capriccio als Zusatzsoftware benutzen. Für diese Anwender wird Capriccio sicherlich nicht ihre Hauptanwendung sein und sie sind deshalb insbesondere darauf angewiesen, das Capriccio halbwegs intuitiv bedienbar ist.
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richardkoch
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« Antworten #16 am: 31. Oktober 2010, 12:34:48 »

Zum Thema "Intuitive Bedienung" darf ich Ihnen sagen (und ich bitte Sie, mir zu glauben), dass ich schon oft gehört habe, capriccio sei ein sehr leicht zu bedienendes Programm. Wie mir scheint, ist "intuitiv" kein abstrakter Begriff, sondern wird von jedem anders interpretiert. Aber das Problem liegt eigentlich ganz woanders.
capriccio wird von einer Firma vertrieben, die den Notensatz als Schwerpunkt hat und sich vornehmlich an solche Anwender wendet. Es gehen also nur Leute an capriccio heran, die vom Notensatz herkommen und auch entsprechend konditioniert sind. Das bedeutet, sie sehen alles verständlicherweise durch die Notensatzbrille und wollen sich nicht näher mit der gänzlich anderen Midi-Welt beschäftigen, weil es nicht ihr Hauptanliegen ist. Sie wollen nur schnell etwas in capriccio machen, und das soll möglichst reibungslos gehen. Die oben erwähnte Meinung der leichten Bedienbarkeit kam nämlich von Leuten, die sich vor capriccio mit Cubase und anderen Sequencern beschäftigt haben.

Aber klar, mit diesem Wissen im Hintergrund kann man versuchen, capriccio für Notensatzanwender bedienbarer zu machen (wobei ich mich freuen würde, wenn ich bei der nächsten Version auf Sie zurückkommen darf).

Grüße, Richard Koch
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Anonymous
Gast
« Antworten #17 am: 31. Oktober 2010, 14:58:50 »

Hallo Herr Koch,
Zitat von: "richardkoch"
Aber klar, mit diesem Wissen im Hintergrund kann man versuchen, capriccio für Notensatzanwender bedienbarer zu machen (wobei ich mich freuen würde, wenn ich bei der nächsten Version auf Sie zurückkommen darf).

Im Rahmen meiner Möglichkeiten bin ich natürlich gerne bereit, meinen Beitrag zu leisten, wenn es darum geht, ein Programm, das ich ja selber auch benutze, zu unterstützen. Immerhin, und das ist alles andere als selbstverständlich, handelt es sich bei den Programmen, die Thema dieses Forums sind, um Programme, bei denen es noch einen direkten Kontakt zwischen Entwicklern und Anwendern gibt. Gerade Capella, als ursprüngliches Haupthema dieses Forums, hat in der letzten Zeit sehr deutlich gezeigt, wie fruchtbar sich diese direkte Kontakt auswirken kann. - Und ich kann mir vorstellen, das auch Capriccio dabei nur gewinnen kann. :smile: Capriccio steht ein wenig zwischen den Welten. Auf der einen Seite ist es ein ausgewachsenes Sequenzer Programm, auf der anderen Seite steht es mitten in der Welt des Notensatzes. Da gibt es also zum einen die Anwender, die mit Capriccio Muisk machen wollen, und zum anderen die Anwender, die ihre mit Capella erzeugten MIDI-Dateien aufpeppen wollen. Das sind zwei Welten, die unter einen Hut gebracht werden wollen ...
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