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Autor Thema: Vergleich von Notensatzprogrammen am Beispiel  (Gelesen 3576 mal)
notenfischer
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« am: 28. Januar 2011, 16:54:17 »

Hallo Forianer

Das hier schon häufig diskutierte Problem mit welchem Notensatzprogramm man die besten Ergebnisse erzielt, haben mich veranlasst die folgende pdf-Datei als Probe anzusehen.
http://www.notensatz-s-fischer.de/demo_daten/missa_solennis_muster_forum.pdf
Die erste Seite ist ein Notensatz von ca. 1874 und die zweite Seite zeigt als Beispiel einen Notensatz von 1968.
Für mich ist die Frage. Welches Notensatzprogramm schaft es die Optimierungen welche im Satz von 1874 vorhanden sind darzustellen.
Übrigens entsteht ein besserer Eindruck wenn man die Seiten ausdruckt.
Da sieht man dann wie viel Platz im Notensatz von 1968 vorhanden ist, und trotzdem die Noten und der Text sehr klein sind.
Ich bin gespannt mit welchem Notensatzprogramm es die besten Ergebnisse gibt.

Beste Grüße Steffen
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PeterBecker
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« Antworten #1 am: 28. Januar 2011, 18:24:47 »

Schade, dass die PDF Datei von so schlechter Qualität ist, dass Capella - Scan nichts damit anfangen kann
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bassklampfe
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« Antworten #2 am: 30. Januar 2011, 11:09:19 »

Zitat von: "notenfischer"
Welches Notensatzprogramm schaft es die Optimierungen welche im Satz von 1874 vorhanden sind darzustellen.

Meldung Ich habe mal versucht, die erste Seite in PriMus einzugeben und bin eigentlich recht zufrieden:

Korrigieren musste ich
  • Die Positionierung der Crescendogabeln[/*]
  • Die Systemabstände (die PriMus-Automatik ist hier zu spendabel) und [/*]
  • Die vertikale Positionierung der Lyrics[/*]
Tricksen musste ich bei den triolischen Tremoli. PriMus kennt nur 1/8, aber keine 1/12 Tremoli, deswegen habe ich die 3 und die Punkte als Grafik eingefügt.
Des Rest ist aber original Primus-Layout. Es wurden keine Noten zurechtgerückt oder ähnliches.
Grüße Jørgen
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Klaus
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« Antworten #3 am: 30. Januar 2011, 12:29:04 »

Ich finde die PriMus-Partitur recht gelungen.
Das schöne an diesem Programm ist immer wieder, dass man so wenig wie möglich "tricksen" muss.
Wenn ich recht sehe, muss bei capella leider immer noch vieles per Grafikobjekt gelöst werden.
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PeterBecker
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« Antworten #4 am: 30. Januar 2011, 14:48:26 »

Zitat
Wenn ich recht sehe, muss bei capella leider immer noch vieles per Grafikobjekt gelöst werden.

Vielleicht muss ich mir doch mal die Arbeit machen die 1. Seite in Capella einzutippen.

Ich sehe keine Stelle bei der ich in Capella tricksen müsste. Selbst die punktierten Brillenschlangen lassen sich bequem mit dem im Lieferumfang enthaltenen Skript erzeugen. Wie in Primus muss auch ich die Crescendi und Decescendi manuell positionieren. Die Zeilenabstände werden im Partiturlayout vorgegeben, die schöneneckigen Balkenklammern lassen sich in der capella.dat anpassen und dann sind die für alle Zeiten so. Alles Geschmackssache.
Einzig die vertikale Stimmenbezeichnung, aber dafür könnte ich mir eine Galerie erstellen, oder die Buchstaben ohne zu drehen vertikal hinschreiben. Sieht auch gut aus.[/quote]
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bassklampfe
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« Antworten #5 am: 30. Januar 2011, 15:03:29 »

Zitat von: "PeterBecker"
Vielleicht muss ich mir doch mal die Arbeit machen die 1. Seite in Capella einzutippen.
Music-XML Export aus PriMus ist per EMail unterwegt, dann gehts nicht ganz bei null los angel Grüße Jørgen
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Klaus
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« Antworten #6 am: 30. Januar 2011, 15:37:06 »

Zitat von: "PeterBecker"
Selbst die punktierten Brillenschlangen lassen sich bequem mit dem im Lieferumfang enthaltenen Skript erzeugen.

Korrigiert mich, aber dieses Skript erzeugt ja ebenfalls nicht-klingende Grafikobjekte, oder?
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Paul Villiger
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« Antworten #7 am: 30. Januar 2011, 16:25:56 »

Zitat von: "Klaus"
Korrigiert mich, aber dieses Skript erzeugt ja ebenfalls nicht-klingende Grafikobjekte, oder?

 Opa captune kann die Tremolis vorspielen. Die Noten sind echt, nur die Balken werden als Grafikobjekte eingefügt.

Btw: Ich habe soeben eine neue Version hochgeladen, welche auch angepasste Halslängen und Akkorde besser berücksichtigt.

Gruss Paul
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PeterBecker
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« Antworten #8 am: 30. Januar 2011, 18:24:22 »

So,

hier kommt die mit Capella 7 gesetzte Seite. Danke an Jørgen für die MusicXML Datei. Das hat mir eine Menge Arbeit erspart. Die Brillenschlangen habe ich übrigens noch mit der alten Version des Sriptes erzeugt.

http://www.peter-becker-cap.de/Kyrie.jpg
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Klaus
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« Antworten #9 am: 30. Januar 2011, 20:20:39 »

Die Balkensteigungen bei den Tremoli sind im capella-Satz weitaus unnatürlicher als im vorher geposteten PriMus-Satz.
Zudem variiert die Balkenstärke der Tremoli-Balken im capella-Satz.
Über die Melismenstriche und deren chaotische Verteilung bei capella sag ich lieber nichts. Das war von Anfang an einer meiner schwersten Kritikpunkte; alle Notensatzprogramme bringen eine schön gleichmäßige Verteilung zuwege, nur capella nicht.

Dies nur als erste Beobachtungen...
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PeterBecker
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« Antworten #10 am: 31. Januar 2011, 10:27:24 »

Hallo Klaus,

ich hatte ja geschrieben, dass die Tremolie noch mit der alten Brillenschlange erstellt wurden. Die neueste Version von Paul macht das deutlich besser, hat aber noch etwas Raum für Verbesserungen.
Das mit den Melismenstrichen war mein Fehler. Da waren aus der MusicXML Datei noch Reste dazwischen. Ich hätte, statt den Liedtext zu migrieren, den besser neu eingegeben sollen. Jetzt sieht es gut aus.

Vielleicht schaffe ich es heute noch die vollständig korrigierte Version hochzuladen.
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PeterBecker
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« Antworten #11 am: 31. Januar 2011, 15:00:19 »

So, das korrigierte Beispiel ist jetzt online. Ich denke, das sieht schon deutlich besser aus, auch wenn sich da sicher noch was verbessern ließe ( Balken der Brillenschlange, die gefallen mir bei Primus besser, die Steigung ist aber, denke ich, jetzt OK ).

http://www.peter-becker-cap.de/Kyrie.jpg
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« Antworten #12 am: 31. Januar 2011, 15:28:30 »

Liebe Forianer

Es freut mich, das capella sowie Primus doch beide sehr ordentliche Ergebnisse beim Notenbeispiel ohne viel Tricksereien bringen.
Ich vermisse leider, dass sich Anwender von den Programmen Finale; Forte; Vivaldi; Sibelius; Encore; Score Perfect; Octava;
LilyPond;MUP und anderen sich bisher nicht an dem Vergleich beteiligten.
Dieses liegt aber eventuell daran, dass diese hier im Forum gar nicht so stark vertreten sind.
Es würde den Vergleich vervollständigen.

Beste Grüße Steffen
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« Antworten #13 am: 31. Januar 2011, 18:16:46 »

Die Melismenbehandlung seitens capella kann zwar durch geschickte Platzierung der Bindestriche durch den User abgemildert werden, aber das Problem an sich besteht.
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« Antworten #14 am: 31. Januar 2011, 18:27:18 »

Hallo Klaus,

die Melismen hat Capella selbst gesetzt, da habe ich nichts "geschickt" plaziert
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