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Autor Thema: Vergleich von Notensatzprogrammen am Beispiel  (Gelesen 3634 mal)
Klaus
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« Antworten #15 am: 31. Januar 2011, 18:32:12 »

Den Bindestrich direkt UNTER einer Silbe (statt zwischen zwei Silben) musste ich zu meiner capella-Zeit manuell setzen, indem ich im Liedtextdialog ein \ vor dem - platzierte.
Wenn capella das so gesetzt hat, wie auf deinem Notenbeispiel ersichtlich: Umso schlimmer: Der Bindestrich steht nämlich nicht symmetrisch zwischen beiden Silben, sondern deutlich näher an der zweiten Silbe als an der ersten. Zudem stellt sich die Frage, ob bei einem derartigen Abstand nicht bereits zwei Melismenstriche sinnvoll wären.
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« Antworten #16 am: 31. Januar 2011, 21:27:16 »

Capella setzt die Melismenstriche immer mittig zwischen zwei Noten. Das ist selten eine schöne Lösung. Will man einen Bindestrich mittig unter einer Note haben, so muß die Melismen-Bindestrich als "\-" eingegeben werden, um daraus normalen Liedtext zu machen. Ein gleichmäßiger Abstand mehrer Bindestriche oder die Plazierung mittig zwischen zwei Silben ist nicht möglich. Das ist eine alte Schwäche von Capella, deren Behebung ich mir sehr wünschen würde.

Auf der anderen Seite kann man in Primus keine Noten über die Tastatur eingeben. Sehr vieles ist nicht durch exakte Zahlenangaben positionierbar bzw. einstellbar und so maches, das in Capella sehr individuell anpassbar ist, macht Primus unbeeinflußbar nach eigenen Gutdünken. Das ist die andere Seite.

Ganz klar: Die Darstellung von Liedtext ist in Capella sehr verbesserungsbedürftig, aber darum ging es in diesem Thread ja gar nicht. Es ging um den allzu luftigen Notensatz der meisten Notensatzprogramme. Es tun sich fast alle Notensatzprogramme recht schwer damit, einen kompakten Notensatz zu erstellen, mit möglichst großen Noten und geringen aber gut lesbaren Abständen, aber ohne Kollisionen. Ohne umfangreiche Nacharbeiten, schafft das kein Notensatzprogramm. Das besprachen wir kürzlich auch in einem anderen Thread.

Gruß, Gisbert
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Klaus
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« Antworten #17 am: 31. Januar 2011, 22:00:24 »

Zitat von: "grudolph"
Auf der anderen Seite kann man in Primus keine Noten über die Tastatur eingeben. Sehr vieles ist nicht durch exakte Zahlenangaben positionierbar bzw. einstellbar und so maches, das in Capella sehr individuell anpassbar ist, macht Primus unbeeinflußbar nach eigenen Gutdünken. Das ist die andere Seite.

Unterschreibe ich zu 100 %.
Ich lag Herrn Schardt anfangs oft in den Ohren wegen der Tastatureingabe. Mittlerweile habe ich mich umgestellt - würde ein solches Feature aber nach wie vor SEHR begrüßen.
Ja, auch die Positionierbarkeit diverser Objekte per Dialog und Zahleneingabe (zB bei der Einstellung des Akkoladenabstandes) würde ich mir DRINGEND für PriMus wünschen.

Zur Frage des "kompakten" Notensatzes: Ob da nicht ein guter Font viel wettmachen würde. Ich erinnere an diverse Finale-Zeichensätze, darunter "Engraver", dessen besonderes Charakteristikum so richtig fette Notenköpfe waren. Oder auch der Sibeliusfont "Opus", der mit seinen breiten Köpfen ebenfalls ein sehr charakteristisches Notenbild liefert.
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