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Autor Thema: wavekit 2.0  (Gelesen 1777 mal)
Anonymous
Gast
« am: 24. Mai 2012, 09:13:46 »

Meldung
Die Version wavekit 2.0 ist erschienen
http://www.capella.de/Download_capella_wave_kit.cfm
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Franz Fuchs
Novize
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Beiträge: 41


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« Antworten #1 am: 24. Mai 2012, 10:28:17 »

Hallo!
Und was wurde da verbessert? Zahlt es sich aus, für ein bisher unbrauchbares Programm weiteres Geld auszugeben?
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PeterBecker
Allwissendes Orakel
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Beiträge: 1110


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« Antworten #2 am: 24. Mai 2012, 15:05:51 »

Hallo Franz,

ganz unbrauchbar ist Wave Kit sicherlich nicht. Ich habe es schon mehrfach nutzbringend eingesetzt. Es ist allerdings kein Programm in das man links eine Wave Datei reinschiebt und rechts eine Partitur rauskommt. Den Anspruch erhebt es auch nicht.  Opa

Jetzt zu den Neuigkeiten:

 Ganzheitliche Erkennung (siehe Schnellstart Notenerkennung und Lehrgang 1):

 Umwandlung von komplexem Musikmaterial (z.B. Pop-Song mit Band und Gesang) in ein praxistaugliches Notenbild in nur wenigen Schritten und ohne große Nachbearbeitung

 somit auch einfache Erstellung von Midi-Karaoke-Dateien

 erkannt werden 3 Stimmentypen: Melodie, Begleitung und Bass

 Melodie und Bass „Ton für Ton“; robuste Begleitung durch Aussetzen unter Einbeziehung einer harmonischen Analyse

 Ausgabe von Akkordsymbolen

 Erkennung einer instrumentalen Melodie oder Gesang

 Notation der Begleitung als beliebiges Ensemble mit verschiedenen Stimmen (Klavier, Gitarre, Streichquartett, Orchester, …), völlig unabhängig vom Original

 Form und Schwierigkeitsgrad der notierten Begleitungsstimmen frei anpassbar

 Automatische Unterscheidung von Gesang und Begleitungstönen, auch bei Überschneidung der Tonhöhenbereiche, und ohne Voraussetzung an die Aufnahmetechnik (keine Analyse über Stereoposition)

 Abspielen oder Export des gefundenen Gesangs über Midi mit originalem Tonhöhenverlauf (PitchBend-Event; siehe Weitere Optionen jeder Stimme)

 Abspielen oder Export des gefundenen Gesangs im orignalen Wave-Klang (mit Qualitätsverlust): Begleiten Sie z.B. auf dem Klavier den originalen Gesang einer Aufnahme.

 alle Funktionen mit Vorschaufunktion in Echtzeit

Weiterhin:

 automatische Erkennung der Tonart

 automatische Erkennung der Taktstriche (Qualität je nach Material)

 Metronomfunktion zur akustischen Kontrolle der Taktstriche

 Tempokurve zur Visualisierung der Temposchwankungen

 Automatische Ableitung der Alteration der Töne („fis“ oder „ges“?) aus dem erkannten harmonischen Kontext (Akkordsymbol) (siehe Bedeutung für die Alteration)

 Intuitive Bearbeitung der Akkordsymbole (siehe „Akkord bearbeiten“ ); automatische Anpassung der Begleitungsstimmen (siehe Nachbearbeitung: Akkorde und Begleitung)

 Verbesserte Klangqualität beim Isolieren von Gesangstönen (siehe Weitere Optionen jeder Stimme)

 Verbesserter Speicherhaushalt (sparsamere Rücktransformation; Adressierung von 4 statt 2 GB unter Windows-64-Bit); dadurch Bearbeitung längerer Dateien möglich (siehe Hinweise zur Bearbeitung langer Aufnahmen).


Manches ist allerdings eine Marketing Aussage ( z.B.: Umwandlung ohne große Nachbearbeitung )
Ich muss aber sagen, es ist deutlich besser und einfacher zu handhaben als die Version 1. Sehr gut gefallen mir auch die neuen Profile für die Stimmen.

Der Vollständigkeit halber noch was WaveKit nicht kann ( steht alles in der Hilfe ):

capella wave kit kann nicht ...
Der Fairness halber wollen wir aber auch sagen, was nicht oder nicht so gut möglich ist:

Ganzheitliche Erkennung:

Damit die ganzheitliche Erkennung funktioniert, muss das Musikmaterial folgende Voraussetzungen mitbringen:

möglichst klar hervortretende Melodie (instrumental oder Gesang)

mehrstimmige, homophon harmonisierte Begleitung (aufbauend auf den üblichen Akkorden der westlichen Musik)

möglichst klare Basslinie

Diese Voraussetzungen treffen auf fast alle Pop-Songs sowie auf einen Großteil der klassischen Musik zu (Konzert mit Orchesterbegleitung, Arie, …). Ungeeignet ist dagegen echte polyphone Musik mit mehreren gleichberechtigten Stimmen, wie z.B. Fugen.

Auch wenn die ganzheitliche Erkennung in der Lage ist, eine Begleitung für ein beliebiges Ensemble (z.B. mit Steichern und Bläsern) zu generieren, so werden die im Original vorhandenen Töne „irgendwie“ auf diese Stimmen verteilt, und nicht so wie im Original – capella wave kit ist also nicht in der Lage, verschiedene Instrumente zu unterscheiden (wohl aber Gesang und instrumentale Töne).

Eine von der ganzheitlichen Erkennung gefundene Gesangsmelodie erfodert im Notenbild in vielen Fällen noch Halbton-Korrekturen (automatische Zuordnung zum korrekten Halbton oft schwierig wegen unsauberen „Ein- und Ausschwellern“). Außerdem muss der Rhythmus bei repetativen Tönen (mehrere Silben auf einer Tonhöhe) meist manuell ergänzt werden, weil capella wave kit hier die Tontrennungen nicht findet.

Es werden nur tonale Instrumente erkannt (kein Schlagzeug). Schlagzeug im Musikmaterial wird bei der Tonerkennung ignoriert und ist aber von Vorteil beim automatischen Erkennen der Taktstriche.

Wave-Bearbeitung:

Bei Isolation von Tönen bzw. kompletten Stimmen sind teilweise akustische Artefakte hörbar; insbesondere bei Gesangsstimmen fehlen die Konsonanten.

Bei Unterdrückung von Tönen bzw. kompletten Stimmen (ohne diese Töne durch andere in veränderter Tonhöhe zu ersetzen) sind sehr häufig akustische Artefakte hörbar; insbesondere bei Gesangsstimmen kann der Rauschanteil der Stimme nicht entfernt werden – es bleibt ein „Flüstern“.

Eine wirklich qualitative Trennung von Gesang und Begleitung ist nur möglich, wenn die Aufnahmetechnik mitspielt: Der Gesang muss nachträglich als Mono-Signal beigemischt worden sein (somit in der Stereomitte liegen) – das ist bei vielen heutigen Pop-Aufnahmen der Fall, aber nicht bei allen. Siehe „Eigenschaften“  und Stereokanalauftrennung (Unterdrückung von Gesang).

Wenn diese Voraussetzung nicht gegeben ist, gibt es zur Unterdrückung des Gesangs in der originalen Aufnahme (Karaoke) eine gute Alternative: Erzeugen Sie eine Midi-Datei ohne Melodie mit Hilfe der neuen ganzheitlichen Erkennung!

capella wave kit ist nicht zum Bearbeiten oder Schneiden von stundenlangen Musikmitschnitten geeignet. Statt dessen ist das Programm optimiert für die tonbasierte Bearbeitung von kürzeren Tracks (mehrere Minuten; siehe dazu auch Hinweise zur Bearbeitung langer Aufnahmen). Wenn Sie beide Funktionen benötigen (sowohl die „herkömmlichen“ Funktionen wie Schneiden als auch die tonbasierten Funktionen von capella wave kit), können Sie capella wave kit sinnvoll mit der Software anderer Hersteller kombinieren.


Das habe ich alles der Hilfsdatei entnommen. Am besten, Du lädst es runter und probierst es selber aus ( Demo ).

So wie ich das aber sehe: wenn Du es bisher nicht gebraucht hast, wirst Du es auch in Zukunft nicht benötigen.

LG
Peter
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Rotohr
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Beiträge: 26


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« Antworten #3 am: 25. Mai 2012, 13:27:01 »

Hallo,

ich interessiere mich auch sehr für Wave kit und hatte die V. 1 gekauft. Ich empfand die Arbeit als etwas hakelig, aber die Idee hinter dem Programm prima. Auch die vielen Verbesserungen in V. 2 (insbesondere die Arbeit mit der Gesangslinie ist deutlich verändert), finde ich gut.
Allerdings erscheint mir der Update-Preis unglücklich im Verhältnis zum Neupreis. Man kann nicht sagen, das whc teuer ist (kommt darauf an, was man damit machen möchte) aber in diesem Fall "passt" etwas nicht.

Ich habe whc gemailt aber noch keine Antwort bekommen.

MfG
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Rotohr
Novize
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Beiträge: 26


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« Antworten #4 am: 27. Mai 2012, 15:12:02 »

Hallo,

hier mal ein kurzer erster Eindruck von einer Person, die nicht der musikalische Überflieger ist und die ganz schlicht das Programm als Hilfe gekauft hat (nachdem sich der Unmut gelegt hat  Zwinker).

Was eine erste Hürde war und ich so nicht vermutet hätte, sind die technischen Vorrausetzungen. Zunächst installierte ich das Programm auf einem üblichen, 1 jährigen, sehr gut spieletauglichen  Win7-64 PC. Hier gelang es mir nicht die im Lehrgang empfohlenen Werte für die Taktstriche einzustellen. Grund:l Meine spieletaugliche Maus war nicht empfindlich genug (Dell!-Laser Maus).

Was natürlich auch keine Überraschung, man aber wissen sollte, ist, dass mit einer Boardaudiokarte keine Takte gesetzt werden konnten durch die Technik des Mitklopfens. Da ging alles schief, da die Latenz (scheinbar) zu groß war. Ohne Taktstriche keine Noten.

Dann habe ich das Programm auf einem xp-Rechner (älter) mit emu 0404 Soundkarte installiert, eine Maus mit höherer optischer Auflösung genommen, und null Probleme zu diesem Bereich!

Also wer mal schnell auf dem Laptop arbeiten möchte . . . ich glaube nicht, dass es etwas wird.

Ich habe dann von Madsen "Du schreibst Geschichte" als Beispiel genommen und dafür, dass ich das ohne Fummelei habe machen lassen, bin ich doch vom Ergebnis sehr angenehm überrascht.

Wie gesagt, ein paar Zahlen bzw. Hinweise zu den techn. Notwendigkeiten wären für den techn. nicht interessierten Käufer sicherlich mehr als sinnvoll und erspart Ärger.

Damit möchte ich schließen und wünsche angenehme Pfingsten.
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